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  1. #31
    Eine noch stärkere Empfindung als diese brüderliche Bewunderung vonseiten Kikus fände ich auch interessant. Aber ist wohl eine Mischung...aus mehrere Faktoren. Wenn ich mal spekulieren müsste, dann wären es wohl zwei Dinge, die Kiku Miyokichi hauptsächlich abweisen lassen haben. Zum Einen ihre Tätigkeit als Geisha (wie du schon meintest) und noch vielmehr sein starker Fokus auf Rakugo. Darauf will er sich absolut konzentrieren und er scheint endlich ein klares Ziel vor Augen zu haben. Er scheint sich schon zu Miyokichi hingezogen zu fühlen, aber seine Leidenschaft entfacht wohl eher die Ausübung seines Berufs und die Reaktionen des Publikums. Dieses körperliche Verlangen scheint bei ihm nicht so gegeben zu sein. Klingt etwas abgedroschen, ist für mich aber auch umso interessanter, da man Kiku eben nicht vollends durchschauen kann.

  2. #32
    den homoerotischen vibe habe ich auch gespürt. aber ich wollte noch eins vorweg sagen. sukeroku ist einfach lustig. wie er dem rakugo shu´ei die zunge rausgestreckt hat als bon ihm am ohr gezogen hat war einfach megalustig das hab ich sogar extra nochmal zurückgespult weil ich es so lustig fand.und ja die romantik ist auch ziemlich interessant. der rakugo sensei scheint wohl auch wirklich gefühle für die geisha zu haben. ich dachte eventuell das bon sie deswegen hat abblitzen lassen. naja wieauchimmer. die geisha frau ist ne top frau die sollte man sich nicht entgehen lassen und das nicht nur wegen dem aussehen. aber vielleicht ist bon einfach anders drauf. wer weiss er wirkt ja fast schon asexuell oder zumindest andogryn definitiv ambivalent um es vorsichtig auszudrücken. wie dem auch sei ich kannte die kunstform des rakugo vorher nicht und bin dankbar das der anime mir diesen teil der japanischen kultur nähergebracht hat. btw dieser flashback wird immer länger ich vergesse langsam wer die original charaktere eigentlich sein sollen bzw frage mich ob die eigentlich die nebendarsteller sind lol.

  3. #33
    Zitat Zitat von meyno Beitrag anzeigen
    Für mich stellt sich spätestens in dieser Folge die Frage, warum Kiku Miyokichi so sehr abblitzen lässt und ehrlich gesagt auch ziemlich grob und herzlos zu ihr ist. Er geht ihr aus dem Weg, erzählt ihr nicht, dass er auf eine Tour mit seinem Mentor geht und er bleibt stets kühl und distanziert in ihrer Anwesenheit. Demgegenüber stehen, wahrscheinlich als Gegensatz intendiert, die Szenen mit Sukeroku, in denen er befreit wie eh und je, fröhlich und beschwingt auftritt.
    Dies finde ich ebenfalls sehr interessant, da mir keine wirklichen Gründe in den Sinn kommen. Er hat es ja nicht einfachen vergessen, sondern geht ihr wirklich bewusst aus dem Weg und vermeidet den Kontakt. Ich glaube nicht, dass es am Beruf der Geischa liegt. Dazu fehlen mir die Ansichten Kikus diesbezüglich. Der Fokus des Rakugos ist eine denkbarere Möglichkeit, aber für mich nicht Grund genug ihr so aus den Weg zu gehen und ihr nichts von der Tour zu erzählen.

    Und ja, die Mimik von Sukeroku ist Klasse.

  4. #34
    Ich denke, dass Kiku in seiner Kindheit keine Zuwendung von seinen Eltern erhalten hat. Er weiß selbst gar nicht, wie es ist, Zuneigung auf natürliche Art und Weise zu erhalten. Aus welchem Grund sollte er dann wissen, wie man Zuneigung gegenüber anderen zeigt? Er handelt wie ein verschlossenes Buch und ich kann sehr gut nachempfinden, wieso er Miyokichi auf Distanz hält. Meiner Meinung nach hat Kiku nach dem Theateraufritt, wo er eine Frau spielen musste, eine neue Seite an sich entdeckt. Er verhält sich zunehmend wie eine Frau und genießt seine Auftritte. Früher war er ja ständig von Zweifeln geplagt, aber mittlerweile hat er selbst Spaß an Rakugo.

    Zwar kannte ich Rakugo vorher gar nicht, aber der Anime sagt mir schon sehr zu, was besonders an Kiku liegt. Ich kann mich zu großen Teilen in seiner Persönlichkeit wiederfinden und bin gespannt, wie sich der weitere Verlauf gestalten wird.

  5. #35
    Zitat Zitat von ShadowNaruto
    Ich denke, dass Kiku in seiner Kindheit keine Zuwendung von seinen Eltern erhalten hat.
    Wie kommst du darauf? Ich kann mich an keine Szene mit den Eltern erinnern. Eher noch das Gegenteil, man sah Szenen mit Sukeroku und die waren sehr...harmonisch? Sieht nach einer friedlichen Kindheit aus. Vielleicht habe ich auch gewisse Anspielungen in seiner Kinderheit übersehen, aber das ist mir dann doch zu tiefenpsychologisch bzw. zu spekulativ. Und mir wäre es auch zu klischeehaft, das nun auf eine gestörte Persönlichkeit oder zu wenig Zuneigung ihm gegenüber zu schieben.

    Zitat Zitat von ShadowNaruto
    Meiner Meinung nach hat Kiku nach dem Theateraufritt, wo er eine Frau spielen musste, eine neue Seite an sich entdeckt. Er verhält sich zunehmend wie eine Frau und genießt seine Auftritte.
    Da muss man aber immer unterscheiden, denn es ist nur eine Rolle. Und dieser Auftritt im Theater war bisher eine einmalige Sache. Dass er sich zunehmend wie eine Frau verhält, das halte ich auch für eine gewagte These. Aber der Gedanke, dass er "eine neue Seite an sich endeckt", gefällt mir gut.

    Hoffentlich gibt Kiku noch ein paar Einblicke in seien Gefühlswelt und seine Beweggründe.

    ----
    Mal eine Frage: Ist Miyokichi nun eine Prostituierte oder nicht? Als Geisha wäre es ihr zu dieser Zeit aber verboten gewesen, mit Kunden Sex zu haben, oder? Optisch ist sie eine Geisha, ihr Verhalten wirkt aber doch anrüchiger. Edo ist lange vorbei, das ist Nachkriegszeit. Wirkt aber auf mich nicht so, als hätte sie nur Tee getrunken mit ihren Kunden.

  6. #36
    naja wurde nicht kurz darauf eingegangen ? irgendwas das die eltern von bon sich nicht um ihn kümmern konnten und er dann in dieses tanzhaus abgeschoben wurde und dort hat er sich dann noch die beinverletzung geholt.
    sukeroku und bon hatten doch das gespräch wo sukeroku meinte : " ah deine eltern haben dich auch im stich gelassen genau wie bei mir" und dann fing bon doch an zu weinen.

    trotzdem stimme ich dir zu. ich finde das nachdem er mit sukeroku beim rakugo sensei eingezogen ist er eigentlich eine ziemlich glückliche kindheit bzw jugend gehabt haben muss.
    edit: verhältnismässig glücklich während der japanischen nachkriegszeit
    ich denke eher das bons art und weise einfach sein charakter ist. wenn man es so sieht hat sukeroku als herumstreunerndes waisenkind viel mehr grund dazu gehabt zu einem emo zu werden.
    aber er ist der glücklichste drecksack auf dem planeten. jeden tag besoffen niemals ernst und läuft rum wie ein penner. trotzdem kann ihm niemand böse sein.
    bon und sukeroku sind wie tag und nacht. und das ist auch gut so. was miyokichi angeht ich bin mir nicht sicher ob sie sex für geld anbietet aber sie bietet definitiv zuneigung und zuwendung für geld an.
    es könnte durchaus sein das sie einfach eine sake eingiesserin ist und den männern einfach mit gesellschaft zu diensten ist. ich habe keine ahnung aber ich glaube das das für bon nicht der grund ist
    ihr die kalte schulter zu zeigen. es gibt einen kompletten reddit threat über das thema ob miyo nur eine geisha oder eine prostituierte ist die leute dort wissen es auch nicht von daher denke ich mal
    das der anime das absichtlich offen lassen wollte. ich schätze aber mal das miyo aus frust weil sie von bon nur körbe kriegt in den armen von sukeroku landet und das ergebnis daraus ist dann konatsu.
    in dem reddit threat kam auch noch die theorie auf das bons verhalten gegenüber miyo mit dem gestörten verhältnis zu frauen in seiner kindheit zutun haben könnte.
    aber das ist mir ehrlichgesagt zu freudianisch. der anime lässt wohl absichtlich die beweggründe von den charakteren im vagen. vielleicht geniesst man die geschichte mehr wenn man sie sich selbst
    erklären lässt.
    Geändert von BMtechix (22.02.2016 um 16:02 Uhr)

  7. #37
    Man muss aber noch sagen, dass Kiku das Rakugo als Kind nicht mochte. Er hat es ausgeübt, weil er es machen sollte, hatte aber kein Spaß daran gefunden. Hinzu kommt, dass Sukeroku auch immer bei ihm dabei war und Kiku dadurch dauerhaft gesehen hat, dass er schlechter ist.

    Klar sind sie Freunde und ein sicheres Haus mit Verpflegung hatte er auch, aber ich würde nicht sagen, dass seine Kindheit super toll war. Ich hatte den Eindruck, dass er trotz ihrer Freundschaft immer etwas neidisch auf Sukeroku war und er immer im die Frage im Hinterkopf hatte: "Warum mache ich das alles eigentlich, wenn ich doch eh so schlecht bin".
    Zitat Zitat von BMtechnix
    ich schätze aber mal das miyo aus frust weil sie von bon nur körbe kriegt in den armen von sukeroku landet und das ergebnis daraus ist dann konatsu.
    Das glaube ich auch. Die Tour ist perfekt für sowas und Sukeroku bietet ihr genau das, was sie eigentlich von Kiku haben möchte, aber nicht kriegt.

  8. #38
    jetzt fängt es schon irgendwie an mich aufzuregen das bon nicht einfach die liebe von miyo akzeptiert. warum macht er es sich selbst so schwer ? -.-

  9. #39
    Alles gute Argumente, ich gucke mir die Szenen im Laufe der Woche nochmal an
    Ich tu mich oft schwer, solche Kindheitstraumata oder schlechte Phasen in der Vergangenheit dann auf das Verhalten des Protagonisten auf die Gegenwart zu projezieren. So deep sind Anime in der Regel nicht. Eine nicht so optimal verlaufende Kindheit erklärt mMn noch nicht die Ablehnung bezüglich Miyokichi. Aber kann jeder damit machen, was er will. Wenn es ShadowNaruto hilft oder ihm diese Begründung zusagt, dann will ich ihm das nicht madig reden

    Zum weiteren Verlauf will ich mich gar nicht zu arg spoilern, gewisse Abläufe kann man schon erahnen.
     Titel
    Hinweisen möchte ich noch auf einen Spoiler, den man sich anhand des Subtitels/Alternativtitels, ein wenig zusammenreimen kann. Man müsste auch nur nachgucken, was "Shinjuu" übersetzt bedeutet...aber das bleibt jedem selbst überlassen, ob er das wirklich möchte ^^
    Geändert von Lebbo (22.02.2016 um 16:02 Uhr)

  10. #40
    Ich hänge da dann doch mehr den wie ich meine bodenständigeren Erklärungen an, nämlich dass Kiku einerseits nicht wahnsinnig in Miyokichi verliebt ist - soviel steht schon mal fest - und er andererseits jetzt nach vielen Jahren endlich seinen Weg gefunden hat, wie ihm Rakugo Spaß macht und wie er damit Erfolg hat. Sie ist dabei nur ein Hindernis, so hart das auch klingen mag. Sukeroku hingegen ist nicht nur sein Freund seit Kindheitstagen, sondern sowohl Vorbild als auch Rivale. Nach Jahren des ihm Hinterherrennens hat er nun erstmals die Chance mit ihm gleichzuziehen bzw. ihn vielleicht auch zu übertrumpfen und das zählt für Kiku schlicht mehr als irgendwelche Frauen. Die beiden sind ja von vornherein als gegenteilige Pole angelegt, weshalb man auch davon ausgehen kann, dass Sukerokus Triebhaftigkeit ein schwaches körperliches Verlangen von Kiku entgegensteht, weshalb es ihm umso leichter fällt darauf zu verzichten und voll in Rakugo aufzugehen. Kiku ist ja allgemein der kontrollierte Geistesmensch. Da passt das an sich ins Bild.

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