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  1. #11
    Band 2

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich jetzt so aus diesem Band mitnehmen möchte, wobei es doch eig. recht viel gab - vorallem in/zu der elterlichen Beziehung.
    Den Fabrikbesuch mit Feuer und Punpuns Ohnmacht Reise habe ich jetzt nicht wirklich verstanden. Sie gibt allerdings z. B. Einblicke in die Beziehung zu seinen Eltern. So fand ich den Satz des Vaters bemerkenswert, dass früher sein Lebensziel ein eigenes Haus war, aber dies eig. auch nur ein Checkpoint sei und es immer Größerers gibt, wie jetzt der Aufbau einer glücklichen Familie. Punpun scheint also schon Dinge mitzubekommen.
    Punpuns Mutter ist auch komplett durch. Sein Vater scheint nochmal Abschied von seinem Sohn genommen zu haben. Die Scheidung ist ja auch durch. Ansonsten bleibt halt Punpuns "Beziehung" zu Aiko. Punpun hat Angst davor, dass Aiki ihre Worte wahr macht. Um jeden Preis will Punpun auch schnell erwachsen/selbstständig werden. Der Band schließt mit einem Zeitsprung von zwei Jahren: Aiko hat einen Freund und Punpun trauert seiner ersten Liebe immer noch nach und hat sich kein Stück verändert.
    Wg. der Darstellung: Punpuns Familienmitglieder werden ja auch als Vögel dargestellt, wenn Punpun gar nichts davon mitbekommt bzw. Punpun selber gar nicht in einer Szene involviert ist (z. B. die Szene zw. der Krankenschwester und Punpuns Mutter).
    Die Wahl des Vogels ist anscheinend doch nicht zufällig (siehe das Video von -FH-) und Punpuns Gedanken bzgl. des Fliegens.
    Wann wird sich Punpun also wirklich entwickeln und wird Aiko ihr Verspechen wahrmachen oder ist soweit gereift, dass Punpun für sie keine Rolle mehr spielt (was ich aber nicht glaube)?
    War das eig. die Krankenschwester im Café, in welchem sich der Onkel mit dem Anwalt trifft?

  2. #12
    Band 3

    Der erst Band, der mir richtig gut gefallen hat. Vermutlich weil mir Punpun selber bisher einfach zu blass wirkt und man auch allerlei Einblicke in andere Charaktere bekommt. Der einsame Seki, der aber jemanden beschützen will, weil er zuhause wg. seines Vaters nicht wirklich Schutz verspürt. Vllt aber auch einfach eine Seele, die ihre Existenz durch Anerkennung findet. Was ich auf jeden Fall mag ist seine direkt Art (Lehrergespräch). Dazu die Rotznase, die immer noch ihren Gott sieht, aber versucht sich Freunde zu erkaufen bzw. wohl eher dazu genötigt wird.
    Punpuns Mutter scheint sich gehen zu lassen. Ihre Oberweite wurde doch jetzt extra hervorgehoben, oder? Auch scheint die Mutter-Kind Beziehung iwie kaum noch zu existieren. Die Mutter ist schlichtweg überfordert. Der Onkel wirkt für mich eher wie die Vaterrolle. Punpuns Vater schreibt seinem Sohn monatlich einen immer ähnlich klingenden Brief. Die Frage für wen der Brief eig. ist beantworte ich mit für das väterliche Gewissen.
    Unser lieber Punpun hat Aiko die letzten zwei Jahren durchgehend gestalkt - er kommt wirklich nicht von ihr los. Yaguchi erzählt uns das, was wir schon vermuteten: Punpun fällt einfach nicht auf. Trotzdem scheinen er und Yaguchi einen Draht zu finden. Wieso Aiko jetzt zu Yaguchi eine Beziehung aufbaut kann ich mir nicht erklären, außer ich beziehe Punpun selbst mit ein, um ihn z. B. neidisch zu machen, etc.. Der arme Yaguchi, eig. scheint er nen richtiger Good Guy zu sein. Punpun fühlte auch eine Freundschaft wie zu seinem damiligen Schulfreund. Die Szene, in der Punpun von Aiko ignoriert hat, hatte auch was, ebenso wie falsche Schuldzuweisung gegenüber Yaguchi.
    God ist schwierig zu verstehen. Er ähnelt schon eher dem Teufel, wenn er versucht Punpun einzurden, Yaguchi zu töten. Aber God latzt Punpun auch die harte Realität vor den Kopf: Glück für alle ohne auf Kosten anderer gibt es nicht. Punpun selbst hat da noch die rosarote Brille der Naivität.
    Irgendwie dachte ich mir schon, dass da was mit dem Onkel und der Krankenschwester laufen wird. Spätestens seit diese auch zufälligerweise in diesem Café arbeitet.
    Die ganzen Szenen / Gespräche zw. der Krankenschwester und dem Onkel sowie desssen Analyse fand ich großartig. Ebenso wie die Story mit der jungen Schülerin aus seiner Vergangenheit. Mir hat der Onkel auch einfach viel besser als Punpun gefallen - wohl einfach, weil Punpun naiv ist und der Onkel viel reifer ist (natürlich steht er auch weiter im Leben) und es daher interessanter ist.
    Nett war auch die Einbindung einer Szene von Punpuns Ohnmacht Reise, welche man nun aus dem Blickwinkel des Onkels sah.
    Ich muss ja schon sagen, dass ich die Krankenschwester und die Schülerin iwie anziehend finde. Würde da gerne noch mehr sehen, also zu deren Gesprächen. Netter Nebenarc.

  3. #13
    Endlich komme ich dazu. Erstmal ich habe mich davor nicht groß informiert zum Manga, was ich aber gut fand.

    Band 1


    Schon auf den ersten merkt man das hier was anders erwarten darf als trögen Einheitsbrei. Vom Charadesign der eheste Anime -Vergleich welcher mir spontan einfällt wäre Paranoia Agent. Seltsam ist der 1 Band eröffnet wird. Mit einer Person welcher sich verabschiedet. Punpun hat eigentlich ganz normale Gefühle aber diese wirken befremdlich, weil er sich in seltsamen Situsation wiederfindet. Liebe, Freundschaft, Angst verletzt zu werden, sich in der Öffentlichkeit zu blamieren usw.

    @Meyno
    Das Einzige, was mich wirklich gestört hat, war das teils sehr extreme Verhalten einiger erwachsener Figuren, wie z.B. des Lehrers, als er kurz dachte, dass Punpun seine Hausaufgaben nicht gemacht hätte oder des Direktors als er Verstecken spielte. Darauf kann ich mir (noch) keinen Reim machen, bin aber auf eure Gedanken gespannt.
    Man bekommt nach einiger Zeit das Gefühl das jederzeit etwas "Durchgeknalltes/Einschneidendes" passieren kann. Viele Charakter haben etwas verrücktes, unberechenbares an sich.
    Ich würde aufgrund Punpuns ersten Erfahrungen sagen, so zwischen 10 und 11, sie sehen aber schon sehr jung aus.
    Das kommt hin er ist am Ende von der Grundschule.

    Sein Vater scheint (kurz)deutlich netter als es den ersten Anschein hatte (Teleskopszene). Man bekommt aber schon jetzt den Eindruck das er deutlich mehr Schein als Sein ist -> in kurz ein Labersack.
    Punpun tat mir schon leid am nächsten Morgen das er so einen Vater hat. Wenn Punpun die Situation besser versteht sollte sich

    Zum Charadesign da Punpuns ganze Familie in dem Stil gezeichnet wirkt es homogen und auch die ernsteren Szenen wirken dadurch nicht unpassend.

    Zum Gott, auf mich wirkt er wie eine Art Anti-Gott. Gläubige wenden sich oft bedinglos mit ihren Problemen an Gott, die Leute geben ihre Last quasi weiter an eine höhere Macht. Unserer Gott handelt auch aus Eigeninteresse. So würde sich ein Gott verhalten der mal ein Mensch war.

    Zu Aiko sie ist in der Tat seltsam. Auf jeden Fall Punpun es geschafft seine Gefühle zu äußern was ich ihm hoch anrechne. Andere MC bekommen das in 5 Staffeln nicht hin und sind deutlich älter.

    Man merkt hier auch wie wenig nackte Haut ein Mangaka wirklich zeigen muss.

    @ FROM-HEAVEN
    . Für mich ist es wirklich so als würden wir die Welt durch Punpuns Augen sehen. So wie Punpun die Welt wahrnimmt, so wird diese auch gezeigt, mit den ganzen Übertreibungen und Verzerrungen die sich nur ein Kind einfallen lassen würde, mit den Fokus auf bestimmte Dinge und noch mehr. Wir bekommen auch einen Einblick auf Punpuns Gedanken-welt,
    Das würde Sinn ergeben, zudem ist er ja nicht der Einzige der übersinnliche Sachen sieht. Ich hatte auch sehr viel Fantasie in dem Alter.

    Ich habe schon bis Band 3 gelesen und kann elfa zustimmen der Band ist bisher mit Abstand der Beste vor allem da der Fokus hier auf seinem Onkel liegt und andere Probleme/Themen behandelt werden.

  4. #14
    Band 3

    Träume vs. Realität, Wunschdenken vs. Tatsachen, diese Themen erscheinen immer wieder, egal aus welcher Sicht die Geschichte gerade erzählt wird, sowie die eigene Lebensphilosophie und Zukunftsängste, hier tragen die Charaktere schon ihre Herzen auf der Zunge oder vllt. auch nicht, das ist schwer zu sagen. Besonders die Leute um Punpun wie Yaguchi und Komatsu die Punpun über ihre Einstellung zum Leben erzählen, auch die Krankenschwester erzählt über ihre Zukunftsängste und zwingt den Onkel über was sehr persönliche Dinge zu sprechen. Es geht auch um Verständnis, was sind die wahren Absichten des anderen, Yaguchi versteht Aiko nicht und Punpun versteht keinen von ihnen, wobei bei Punpun ist es eher so, dass er sich nicht wirklich bemüht andere zu verstehen.

    Bei Punpun ist es auch so, er lässt sich sehr von seinen Wunschvorstellungen dazu verleiten die Wahrheit nicht zu erkennen/akzeptieren, er hat Yaguchi Dinge unterstellt die einfach nicht wahr sind obwohl er doch erkannt hat, dass Yaguchi ein guter Mensch ist. Punpun ist eigentlich ein ganz schüchterner, unauffälliger Mensch der für andere etwas naiv wirkt, sein innerer Gott zeigt aber, dass er wahrscheinlich eher zynisch/pessimistisch ist aber das zeigt Punpun nicht, das will er sich wahrscheinlich nichtmal selbst eingestehen. Gott ist halt diese gewisse innere Stimme die besonders dann auftritt wenn man etwas getan/gesagt hat was man eigentlich nicht tun/sagen wollte, es stellt auch Punpuns innere Konflikte dar, sozusagen die Gegenpartei zu Punpuns naive Wunschvorstellungen und Ansichten, es ist aber weniger seine rationale Seite und mehr die unterdrückten Gedanken.

    Ich hätte nicht gedacht, dass Punpuns Onkel so beliebt ist, er ist auch immer bemüht positiv und kultiviert zu wirken, es war aber davor schon klar, dass alles nur eine oberflächliche Show war, samt hohle Phrasen mit wenig Bedeutung. Ich bin sehr gespannt auf die Geschichte die er erzählen wird, obwohl es schon klar ist, dass es kein Happy End sein wird, es kommt mir auch einbisschen vor wie NHK ni Youkoso!.

  5. #15
    Band 4

    "At that moment, I felt just how cold and fearsome, her beautiful smile could be." Das junge Mädchen macht die Illusion eines kleinen Teufels wahr.
    Was mir in Band 3 gefallen hat, hat mir natürlich auch im Folgeband gefallen. Das ernüchternde und mehr als treffende Fazit von Midori, dass der Onkel nicht sie, sondern sich selbst nicht verletzten will, rundet diesen Arc gepaart mit dem von Schuld (?) getriebenen Selbstmordversuchs des Onkels auch gut ab.
    Punpun und Aiko machen Fortschritte, sodass es zum ersten Augenkontakt nach zwei Jahren kommt. Allerdings geht die Initiative dabei klar von Aiko aus. Was mir leider nicht wirklich klar ist, wieso Aiko davon ausgeht, dass Punpun und sie einander verstehen. Weil Punpun ihr seine Liebe gestand? Weil Punpun damals den Traume eines Wissenschaftlers aufschrieb? Man kann festhalten, dass beide auf jedenfall durch eine komische Art des Schicksals miteinander verbunden sind. God ist dabei wieder einmal die Hilfe in Person: "Sie vergibt dir wegen des gebrochenen Versprechens und zeigt dir vllt ihre Unterwäsche und mehr". Punpun selbst stellt jedenfalls fest, dass ein Schritt näher auf Aiko zu gleichbedeutend mit einem Schritt in die tiefsten Tiefen der Dunkenheit ist.
    Das Ende ihres ersten Treffens kommt dann aber auch iwie abrupt. Indem Punpun Aiko zu Yaguchi schickt, zahlt er in meinen Augen Yaguchi auch seinen Respekt. Gleichzeitig löst er sich abermals von dem Trip, den Aiko machen möchte und hält quasi abermals ein Versprechen ein. Am Ende sagt Punpun noch "Goodbye Aiko". Auch eine Sache, die ich mir nicht erklären kann. Ich kann mir nur vorstellen, dass Punpun sich auf Aiko wegen bevorstehnder Abgründe nicht einlassen möchte, denn der Weg an sich wäre frei.
    Das Ganze hat etwas von einer On/Off-Beziehung, aber ohne jemals exstierender Beziehung.
    Der Onkel spricht derweil von Heirat, die Mutter spricht davon eine Familie zu sein. Vermutlich passt ihr Midori einfach vom Typ Mensch weit mehr als ihr eigener Sohn und so gibt Midori ihr das Gefühl einer glücklichen Familie.
    Zeitsprung 2 Jahre: Die Mutter hat keine Ahnung von Punpuns Examen, Midori hingen schon. Man erfährt, dass Punpun auch die letzten beiden Jahre extrem hart studiert hat. Punpun scheint wohl seinen Traum vom Wissenschaftler nachzugehen.
    Der Band endet mit einem Cliffhanger: Der Onkel ist seit einer Woche nicht mehr zu hause aufgetaucht. Zusätzlich sieht man ihm wieder am Gleis, vor das er sich schon mal werfen wollte. Was sind aber seine Beggründe? Angst vor der Heirat und dem gemeinsamen Leben, welches er unbedingt wollte? Angst vor der eigenen Familienplanung? Ist etwas passiert, was wir noch nicht erfahren haben?
    Und was natürlich bleibt: Wie wird das Schicksal Punpun wieder zu Aiko führen?

    Zitat Zitat von sanzo1 Beitrag anzeigen
    Zum Gott, auf mich wirkt er wie eine Art Anti-Gott.
    +

  6. #16
    Hab den Manga vor ein paar Jahren schon Mal durchgelesen und fand ihn gut, hab aber das meiste wieder vergessen und mich jetzt mal spontan dazu entschlossen, einen Re-Read zu starten. Bin zwar ein bisschen spät dran, aber ich denke dass ich ganz gut aufholen werden kann.

    Band 1

    Wie auch einige andere hier ist mir die seltsame Darstellung einiger Erwachsener aufgefallen (Lehrer, Schulleiter, Anwalt). Kann mich dran erinnern, dass mich das damals beim ersten Lesen etwas verstört hat Ich denke, die Figuren sind hier aus Punpuns Sicht zu sehen, für den die "Erwachsenenwelt" und das damit zusammenhängende Verhalten teils noch ein Mysterium ist (ich weiß nicht mehr, ob ähnliche Darstellungen in den späteren Bänden, in denen Punpun älter ist, noch vorkommen). Vielleicht könnte man es aber auch so interpretieren, dass das Ganze auf eine übertriebene/symbolische Art und Weise zeigen soll, dass diese Personen selber mit ihrem Leben nicht so richtig zurechtkommen usw. Das ist ja auch ein großes Thema des Manga, das in diesem Band ja auch schon angeschnitten wird (Punpuns Eltern, sein Onkel, der Vater des einen Mitschülers, der Kult...). Auch das "Astronomie-Thema" schimmert immer wieder durch: Punpuns Traum, das Teleskop, der Kult (das Maskottchen heißt Kosmo), Tanabata usw. Im Zentrum scheint die relativ simple Frage zu stehen, was ein "normales" und "glückliches" Leben ist und wie Menschen mit schwierigen Lebenssituationen umgehen.
    Was die Darstellung von Punpun und seiner Familie angeht, hatte ich das auch schon damals einerseits als stilistischen "Quirk" (um den Manga interessant zu machen) und andererseits als Mittel, um die Identifikation des Lesers mit Punpun zu erleichtern, gesehen. Eine größere Symbolik steckt da wohl nicht dahinter und ich denke auch, dass die Personen in Punpuns Umfeld ihn als ganz normalen Mensch sehen.
    Ansonsten war der erste Band, mal abgesehen von einigen Szenen, die schon "Abgründe" erkennen lassen, noch relativ unbeschwert. Punpun und Aiko sind schon niedlich Auf den Gott, den Punpun immer beschwört, werde ich dieses Mal ein bisschen mehr Acht geben. Bisher erscheint es so, als würde er gewissermaßen Punpuns Gewissen darstellen (oder so). Ich glaube auf jeden Fall, dass er irgendein Produkt Punpuns eigener Gedanken ist...

  7. #17
    Band 2

    Im Flashback erfährt man ein bisschen mehr über Punpuns Vergangenheit. Am wichtigsten erschien für mich darin (neben den Zusatzinfos, die man über Punpuns Familie erhält) die Frage des Gottes, woran man denn glauben soll, wenn es keinen zwei Personen möglich ist, sich gegenseitig vollständig zu verstehen (oder so ähnlich). Hier sieht man im Gott meiner Meinung nach wieder Punpuns „Unterbewusstsein“ – diese Frage kann man ja auf seine familiäre Situation beziehen.
    Die Szene, in der Punpun während der Chorprobe durch die leere Schule läuft, war ziemlich gut. Unmittelbar, nachdem er Aiko hat „abblitzen lassen“, ist er verständlicherweise traurig und desillusioniert („sein Stern“ ist verschwunden). Größtenteils war der Band eher klassisches Coming-of-Age, aber trotzdem gut gemacht. Wenn da nur nicht das letzte Kapitel wäre.
    Geht man vom Ende des Bandes aus, scheint Aiko keinen sonderlich guten Einfluss auf Punpun zu haben. Ich glaube zwar nicht, dass er sie zwei Jahre gestalkt hat (wie –FROM-HEAVEN- schrieb), aber nach zwei Jahren hängt er immer noch sehr stark an ihr, obwohl er kein einziges Mal mit ihr gesprochen hat. „Normal“ wäre ja, wenn man mit seinem Leben einfach weitermachen würde, neue Freunde und neue Schwärme finden würde usw. Für mich kommt das Ganze so rüber, als hätte Punpun Aiko unter den Umständen, in denen er aufgewachsen ist mit der Zeit zu einer Art „Schicksalspartner“ idealisiert und ist deswegen nicht mehr imstande, loszulassen. Zumindest im Gespräch mit Punpuns Vater wurde das Schicksal ja auch direkt angesprochen. Gleichzeitig scheint Punpun innerlich zerrissen zu sein, weil Aiko ihn auch mit der „Kindheit“ verbindet, die er eigentlich loswerden will (sh. sein Gespräch mit Gott im Sonnenuntergang).

  8. #18
    Band 3

    Der bisher interessanteste Band. Natürlich dreht sich die Geschichte weiter um Glück im Leben, Liebe, Schicksal usw. Hier und da wird es schon ein bisschen kitschig, aber sowohl die „ernsten“ als auch die witzigen Stellen balancieren es noch ganz gut aus.

    Was Punpun selbst angeht, bleibt seine Entwicklung weiter „klassisch“ – er wird mit einem Rivalen in der Liebe konfrontiert und muss lernen, damit umzugehen. Sein Verhalten als „Stalking“ zu bezeichnen, finde ich weiterhin etwas übertrieben. Klar, er hängt übertrieben an Aiko, aber er wird sie wohl nicht jeden Tag auf dem Nachhauseweg verfolgt haben. Er hält halt einfach immer Ausschau nach ihr, wo sich Gelegenheiten ergeben. „Stalking Light“ könnte man es nennen.
    In dem ersten Gespräch mit Punpun kam Yaguchi übertrieben nett rüber. Ich weiß nicht wie es anderen hier gegangen ist, aber als er am Schluss der Konservation dann noch mit der Frage kam, ob es schlecht ist, dass er nur seine Freundin glücklich machen will, dachte ich mir nur noch so „IST JA GUT! WIR KAPIEREN’S!“ Ich meine, er kennt Punpun nicht (hatte sich noch nicht mal seinen Namen gemerkt) und schüttet ihm einfach so sein Herz aus. Die im Manga mitgelieferte Erklärung, dass er Punpun einfach für einen guten Zuhörer hält, konnte ich nicht so wirklich glauben. Da hätte Asano auch etwas subtiler sein können.
    Na gut, aber dafür hat Yaguchi im zweiten Gespräch aber wenigstens eine etwas härtere Seite gezeigt. Er und Punpun sind nun also offiziell Rivalen.
    Was Punpuns Naivität angeht: Manchmal geht die einem schon auf die Nerven, aber sie ist immerhin glaubwürdig. Ich glaube, mit 13-14 war ich teilweise ähnlich drauf.

    Gott ist halt diese gewisse innere Stimme die besonders dann auftritt wenn man etwas getan/gesagt hat was man eigentlich nicht tun/sagen wollte, es stellt auch Punpuns innere Konflikte dar, sozusagen die Gegenpartei zu Punpuns naive Wunschvorstellungen und Ansichten, es ist aber weniger seine rationale Seite und mehr die unterdrückten Gedanken.
    +1
    Dass Gott sowas wie das kleine Teufelchen auf Punpuns Schulter ist, hat sich in dem Band für mich endgültig bestätigt. Sowas kennt ja jeder, das ist dieser Teil der eigenen Gedanken, den man eigentlich zurückhalten will, der aber immer wieder irgendwo zum Vorschein kommt.

    Wieso Aiko jetzt zu Yaguchi eine Beziehung aufbaut kann ich mir nicht erklären, außer ich beziehe Punpun selbst mit ein, um ihn z. B. neidisch zu machen, etc.
    Ich würde sagen, dass Aiko einfach versucht (im Gegensatz zu Punpun), die Vergangenheit hinter sich zu lassen und „ganz normal weiterzumachen“. Ich hatte ja schon zu Band 2 geschrieben, dass Aiko für Punpun eine Art „Schicksalspartner“ ist, aber interessant ist nun, dass das Gegenteil auch der Fall zu sein scheint (sh. zweites Gespräch zwischen Yaguchi und Punpun). Sie will sich losreißen (deswegen ignoriert sie Punpun auch), kommt aber nicht so richtig weg. Am Ende bleiben die beiden immer irgendwie aneinander hängen. Geht man nach dem allgemeinen Ton, in dem der Manga gehalten ist, scheint das nicht auf etwas Positives hinzuweisen…

    Zu Onkel Yūichi:

    Die ganzen Szenen / Gespräche zw. der Krankenschwester und dem Onkel sowie desssen Analyse fand ich großartig.
    Ja, der Onkel hat ein paar gute Sprüche rausgehauen in diesem Band. Allgemein find ich bei ihm diese Mischung aus Ernsthaftigkeit und Komik gut, die natürlich auch einfach durch den Stil entsteht, in dem der Charakter gezeichnet ist. Die „Fap-Szene“ nach Midors Einladung, „Ich habe Durchfall und muss nach Hause“ oder die Stelle mit den „Laser-Augen“ an der Töpferscheibe – war schon alles ganz witzig.

    So wie es aussieht, ging es Yūichi damals eigentlich ganz gut. OK, einen besseren Job hätte er wohl haben können, aber ansonsten war eigentlich alles in Ordnung. Trotzdem dachte er, dass ihm das gewisse Etwas im Leben fehlt… Und so nahm die Ganze Tragödie ihren Lauf. Ehrlich gesagt finde ich die beiden Mädchen (Midori und die 16-jährige) fast schon übertrieben „pure“ dargestellt. Auch wenn Yūichi zumindest bei Midori versteckte Beweggründe vermutet, sind sie quasi Personen, die einfach nur von jemandem geliebt werden wollen. Man könnte meinen, dass der Manga auch solche Figuren als „Auflockerung“ braucht, aber teilweise wirkt das schon ein bisschen schmalzig, gerade was die 16-jährige und ihre verrückte Mutter angeht. Ich hab schon wieder vergessen, wie das Ganze abläuft, aber ich hoffe mal es wird nicht allzu melodramatisch. Wobei … eigentlich muss es ja ziemlich hoch hergehen, wenn Yūichi im Nachhinein gegenüber Midori so verstört ist.

  9. #19
    Band 4

    tja, vor der Realität zu flüchten liegt wohl in der Familie und auch wie schon Punpuns Mutter so beiläufig angemerkt hatte, sind sich Punpun und sein Onkel Yuichi sich sehr ähnlich. So hat Yuichis Geschichte mit der Highschool-girl sehr gut Punpuns Geschichte mit Aiko widergespielt, bis zu den Punkt wo beide eine Entscheidung treffen sollten und bei Yuichi war das die richtige Entscheidung, bei Punpun ist es meiner Meinung nach auch die richtige Entscheidung gewesen nicht mit Aiko zu gehen aber das wird sich noch zeigen und ganz sicher ist die Geschichte mit Aiko noch nicht zu Ende.

    Punpuns und Yuichis Geschichte war auch mit deren Entscheidung nicht zu Ende, wie ich bereits gesagt habe, neigt Yuchi zur Realitätsflucht und er hat auch das was dannach passiert ist, also da wo die Schulerin den anderen dazu gezwungen hat ihre Mutter anzugreiffen, als Ausrede benutzt um wieder zu flüchten, er hat sein Job gekündigt und seine zukunftige Frau verlassen, mit der Ausrede, dass er den Glauben an die Menschheit verloren hat. Das ist aber keine bewusste Ausrede gewesen, das hat er sich selber auch eingeredet, weswegen seine pessimistischen Weltansichten auch so so leicht zerstört worden sind von der Wahrheit, er war aber so sehr von diesen Ansichten abhängig, dass er plötzilich den Boden unter den Füßen verloren hat als er realisiert hat, dass er sich nur was vorgemacht hat. Es war alles nur eine Lüge, in Wirklichkeit wollte er sich einfach nur von der Welt abschotten, er wollte nicht heiraten und garantiert war er in seinen Job auch nicht besonders glücklich.
    Zitat Zitat von elfa Beitrag anzeigen
    Punpun und Aiko machen Fortschritte, sodass es zum ersten Augenkontakt nach zwei Jahren kommt. Allerdings geht die Initiative dabei klar von Aiko aus. Was mir leider nicht wirklich klar ist, wieso Aiko davon ausgeht, dass Punpun und sie einander verstehen. Weil Punpun ihr seine Liebe gestand? Weil Punpun damals den Traume eines Wissenschaftlers aufschrieb? Man kann festhalten, dass beide auf jedenfall durch eine komische Art des Schicksals miteinander verbunden sind.
    hier kommt die Verbindung beider Geschichten mit ins Spiel, in Yuichis Geschichte war klar, dass das Schuldmädchen Yuichi nur ausnutzen wollte um sich an die Mutter zu rächen, dabei hat sie auch von einen Neuanfang geredet aber so wie es aussieht war das nur Gerede um Yuichi zu überzeugen. Bei Aiko und Punpun, ist es so, dass Aiko jemand braucht um zu flüchten, sie will einfach weg aber dafür braucht sie jemand der genau so abhängig ist von ihr wie er von sie abhängig ist. Sie sucht in gewisserweise jemand den sie vertrauen kann aber nur weil derjenige nichts anderes hat außer sie, deswegen kam die Frage ob Punpun seine Familie in Stich lassen würde für die Person die er liebt und deswegen passt sie nicht mit Yaguchi zusammen, weil Yaguchi noch andere Menschen in seinen Herzen trägt und ein anständiger Mensch ist. Sie hält nicht viel von Punpun und sie hält wahrscheinlich nicht viel von sich selbst, sie hat Punpun einen Feigling genannt und da sie auch fliehen will, denkt sie wahrscheinlich, dass beide sich ähneln weil beide Feiglinge sind.

    Eine anderer Punkt wo sich beide Geschichten ähneln, ist wo Yuichi und Punpun sich entscheiden müssen ob sie gute oder schlechte Menschen sein wollen. Sich selbst als schlechter Mensch zu sehen ist ja auch eine Form der Realitätsflucht, es ist halt einfacher wenn man denkt man ist ein schlechter Mensch, so braucht man die eigenen egoistischen Gedanken/Gefühle/Wünsche nicht zu rechtfertigen, besonders nicht vor einen selbst. Als Punpun Aikos Hand gehalten hat, wollte er Yaguchi einfach ignorieren und ist immer mehr und mehr (Sasuke-mäßig) in die Dunkelheit versunken doch am Ende hat er seine Schuldgefühle und sein Mitgefühl für Yaguchi vor seine Gefühle für Aiko gestellt. Ich denke wirklich in diesen Moment hatte er Angst davor, zu was für einen Mensch er sich entwickeln würde wenn er jetzt alles ignoriert und einfach seine egoistischen Gefühlen folgt. Vllt. ist Punpun sowie Yuichi auch einfach nicht in der Lage langfristige BEziehungen einzugehen und Aiko meint das schon verdammt ernst. So wie es aussieht, wird sie Punpun auch immer verziehen solange er immer zu ihr zurückkommt.

    Yuichi und Punpun sind am Ende des Tages auch keine schlechte Menschen, nur sie neigen dazu weglaufen zu wollen auf die eine oder andere Art, so wie anscheinend Yuichi wortwörtlich am Ende des Bandes.

    Wichtig sind halt die Leute um Yuichi und Punpun herum die die beiden beinflüssen, Midori z.B. weiss über Yuichis schlechte Seiten bescheid, sie weiss aber auch, dass er in Grunde schon ein guter Mensch ist.

    So mein Highlight dieses Bandes war der Moment wo Yaguchi zu Punpun rübergeschaut hat und ihn gesagt hat, dass er gewonnen hat.

    Dafür war Punpuns Depri-phase wiedermal sehr anstrengend und hat sich auch etwas in die Länge gezogen.

  10. #20
    Band 2

    @elfa
    Bin aber trotzdem sehr gespannt in diesem Punkt: Wird sich Punpuns Darstellung ändern, wenn Punpun reifer wird? Wird er kräftiger gezeichnet? Sehen wir am Ende gar einen Menschen?
    Das ist in der Tat ein sehr interessanter Gedanke. Den hatte ich auch aber erst etwas später als du.
    Ich finde das man mit der Darstellung auch starke Emotionen einfach zeigen kann. Dafür ist es dann schwerer subtile kleine Veränderungen in den Emotionen zu zeigen.

    From Heavens Sicht das man alles aus Punpuns Sicht sieht macht durchaus Sinn und erscheint auch logisch.

    Eigentlich will Punpun nur mit seiner Geliebten zusammen sein. Dafür ist er bereit sich mit seinen Freunden in Gefahr zu begeben. Punpun ist ein Hasenfuß.
    Man merkt mehrfach wie unwohl er sich fühlt. Am liebsten wäre er schon am Anfang weggerannt, aber er konnte das nicht tun besonders nicht vor den Augen von Aiko. Auch der Fokus auf seine volle Blase war ungewöhnlich.
    Dadurch wird aber die Subjektivität eines Problemes verdeutlicht, egal in welcher Sitation man sich gerade befindet.
    Zu Harumi welcher weggezogen ist. Seine Einstellung ist schon sehr erwachsen, er hat erkannt was wirklich wichtig im Leben ist.

    Ab dem 2 Band bin ich mir jetzt aber sicher. Der Gott ist ein Manifestierung seiner negativen Gedanken, nicht mehr und nicht weniger. Besonders das Bild hat mich bestätigt. Aber auch später sieht man dieses Muster immer wieder. Mir ist es aber beim nochmaligen durchblättern wirklich aufgefallen.
    pun pun band 2 god.jpg
    Zu seinem Vater. Sein Vater ist und bleibt ein Labersack. Es kann sein dass er gute Ideale hat aber er geht immer den kurzfristigen einfachen Weg.

    Zum Stalking. Ich würde das jetzt nicht als richtiges Stalking bezeichnen. Punpun hätte wahrscheinlich auch viel zu viel Angst erwischt zu werden.
    Ich mag die subtilen Momente. Direkt nachdem Beobachten von Yaguchi/Aiko sieht man noch mal "Gott".
    Aber sein Gesicht ist teilweise verdeckt. Zudem verdeckt er sich selber die Sonne selber.
    Geändert von sanzo1 (09.10.2016 um 16:35 Uhr)

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