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  1. #21
    Band 4

    OK, bezüglich der 16-jährigen nehme ich alles zurück, was ich am Ende meines letzten Kommentars gesagt hatte Sie hatte also doch versteckte Beweggründe – da hätte ich eigentlich auch von selber drauf kommen können, immerhin hat Yūichi ja gerade diese bei Midori vermutet.
    Im Endeffekt fand ich den Nebenarc ganz nice. Die Figur des Mädchens wurde durch die Tatsache, dass sie später ihre Mutter von einer Klage gegen die Schule abgehalten hat, moralisch grau gehalten. Hier und da war die ganze Story etwas übertrieben … aber gut, man sollte nicht so viel rumkritteln. Das hier ist immer noch ein Manga bzw. Fiktion.
    Die Szenen in den ersten beiden Kapiteln (35 + 36) waren ziemlich bildgewaltig. Wer hätte gedacht, dass krude gezeichnete Vogelfiguren so expressiv sein können Dieses „dreckige“ Gefühl, das der Manga in solchen Momenten bekommt, gefällt mir irgendwie.
    Yūichis Selbsthass (bzw. Misanthropie) wurde durch die Schilderung des Vorfalls einigermaßen verständlich gemacht, aber ich weiß nicht so richtig, was ich vom Ende des Arcs halten soll. Das mit dem Selbstmordversuch / dem Verlust des Bodens unter den Füßen erschien mir schon irgendwie überdramatisiert. Steckt bei Yūichi nicht noch mehr als dieser eine Vorfall dahinter? Midori jedenfalls erscheint mir nach wie vor zu gut, um wahr zu sein. Oder hat Yūichis Pessimismus etwa auch auf mich abgefärbt? :P

    Aber gut – zu Punpun:

    Aiko goes full Yandere. Um es mal ganz einfach zu sagen. Noch weiß man nicht, wieso sie so drauf ist, aber eins ist auf jeden Fall klar: Sie strebt das an, was Yūichi aufgegeben hat – vollends an einen bestimmten Menschen zu glauben und wirklich alles für ihn zu geben. Die ultimative Liebe, die ultimative Nähe. Mal ganz ehrlich: In gewisser Weise ist Aiko ja schon full of shit. Kann man sowas wirklich von jemandem erwarten (sh. Yaguchi)? In welcher miserablen Lage muss ein Mensch denn sein, um so eine Beziehung einzugehen? Too much pressure, Mädchen! Kein Wunder, dass Punpun sich so fühlt, als würde er vor einem tiefen Abgrund stehen. Das Ganze wird wohl familiäre Gründe haben oder mit dem Kult zu tun haben, nehme ich stark an.

    Zitat Zitat von -FROM-HEAVEN-
    Bei Aiko und Punpun, ist es so, dass Aiko jemand braucht um zu flüchten, sie will einfach weg aber dafür braucht sie jemand der genau so abhängig ist von ihr wie er von sie abhängig ist.
    Ich denke mal, sie nimmt an/glaubt, dass Punpun sich nicht von ihr loslösen kann, was ihn zu einem perfekten Partner für sie machen würde. Das ist schon ziemlich creepy, für sie ist es quasi egal mit wem sie zusammen ist, solange sich diese Person nur für sie aufopfert.

    Allgemein fühle ich mich bei Aiko und Punpun in dieser Hinsicht an einen Ausspruch Kaikis aus Koimonogatari erinnert: Liebe kann Menschen stärken, aber auch zerstören.

    Zitat Zitat von elfa
    Das Ende ihres ersten Treffens kommt dann aber auch iwie abrupt. […] Am Ende sagt Punpun noch "Goodbye Aiko". Auch eine Sache, die ich mir nicht erklären kann. Ich kann mir nur vorstellen, dass Punpun sich auf Aiko wegen bevorstehnder Abgründe nicht einlassen möchte, denn der Weg an sich wäre frei.
    Neben den Abgründen geht es hier meiner Meinung nach auch um den Konflikt zwischen seiner „guten“ und „bösen“ Seite (letztere wird von „Gott“ symbolisiert). Auf der einen Seite will Punpun andere Menschen (hier Yaguchi) nicht verletzen und es so quasi jedem Recht machen, andererseits sagt ihm auch eine innere Stimme, dass er sich nehmen muss was er bekommt, auch wenn er anderen damit vielleicht Unrecht tut, da er sonst nie selbst glücklich wird. Punpun ist noch nicht gewillt, die zweite Seite bei sich durchkommen zu lassen, während Aiko das von ihm zu erwarten scheint (wurde ja relativ deutlich gemacht --> In Aikos Augen spiegelt sich ein „anderer Punpun“). Punpun verabschiedet sich innerlich von Aiko, weil er trotz der Zuneigung, die er empfindet, das Gefühl hat, ihre Wünsche/Erwartungen nicht erfüllen zu können.

    Am Ende kommt noch mal ein Timeskip, Punpun müsste jetzt um die 15 sein. Er scheint zumindest vorübergehend im Lernen ein „Ventil“ für seine emotionale Aufgewühltheit gefunden zu haben. Aber was ist jetzt schon wieder mit Yūichi los … ? Es war klar, dass bei ihm nach dem Zusammenkommen mit Midori nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen sein wird, aber ich bin mal gespannt auf die Erklärung, wieso er jetzt wieder Suizidgedanken hat.

  2. #22
    Zitat Zitat von komarunda Beitrag anzeigen
    Das mit dem Selbstmordversuch / dem Verlust des Bodens unter den Füßen erschien mir schon irgendwie überdramatisiert. Steckt bei Yūichi nicht noch mehr als dieser eine Vorfall dahinter? Midori jedenfalls erscheint mir nach wie vor zu gut, um wahr zu sein. Oder hat Yūichis Pessimismus etwa auch auf mich abgefärbt?
    ja, das mit den Selbstmord fand ich auch etwas übertrieben aber dann wiederrum ist Japan einer der Länder mit der höchsten Selbstmordrate. Was Midori angeht, letztens habe ich ein Dokumentarfilm zu H.P. Lovecraft gesehen und er war praktisch ein NEET der sich geweigert hat zu arbeiten und selbst der hat eine halbwegs gut aussehende Frau abgekriegt, nach der Trennung hat sie sogar den Spruch gebracht "ich dachte, ich könnte ihn ändern".

    Ich denke Midori ist naiv aber noch halbwegs bodenständig was ihre Erwartungen gegenüber Yuichi angeht, außerdem wissen wir nicht wie Yuichi aussieht, er müssten schon mindestens normal aussehen.

    Zitat Zitat von komarunda Beitrag anzeigen
    Aiko goes full Yandere. Um es mal ganz einfach zu sagen. Noch weiß man nicht, wieso sie so drauf ist, aber eins ist auf jeden Fall klar: Sie strebt das an, was Yūichi aufgegeben hat – vollends an einen bestimmten Menschen zu glauben und wirklich alles für ihn zu geben. Die ultimative Liebe, die ultimative Nähe. Mal ganz ehrlich: In gewisser Weise ist Aiko ja schon full of shit. Kann man sowas wirklich von jemandem erwarten (sh. Yaguchi)? In welcher miserablen Lage muss ein Mensch denn sein, um so eine Beziehung einzugehen? Too much pressure, Mädchen! Kein Wunder, dass Punpun sich so fühlt, als würde er vor einem tiefen Abgrund stehen. Das Ganze wird wohl familiäre Gründe haben oder mit dem Kult zu tun haben, nehme ich stark an.
    Sie sind ja noch alle Teenager und neigen auch dazu zu überdramatisieren, das sieht man nicht nur bei Aiko sondern auch bei all den anderen wie Yaguchi oder Komatsu. Yaguchi hat auch darüber geredet wie er seine Freundin einfach nur glücklich machen will, solche kitschigen Sätze hört man meisstens von Teenager. Aikos Vorstellung von geradezu krankhaft bedingungsloser Liebe basieren zwar offensichtlich auf familiäre Probleme, sind aber für ein Teenager mMn immernoch im OK-Bereich. Im Endeffekt tut Aiko ja auch nichts und hat Punpun sogar schon zum zweiten Mal verziehen.

    Bei Punpun erkennt man wie er weniger naiv aber dafür zynischer wird, besonders da wo er mit den Lehrer über seine Zukunft gesprochen hat und sich daran erinnert hat was für naive Vorstellungen er hatte als er jünger war.
    Zitat Zitat von komarunda Beitrag anzeigen
    Ich denke mal, sie nimmt an/glaubt, dass Punpun sich nicht von ihr loslösen kann, was ihn zu einem perfekten Partner für sie machen würde.
    Weswegen ich auch angenommen habe, dass Aiko wusste, dass Punpun ihr die ganze Zeit hinterhergelaufen ist, vllt. war stalken zu viel gesagt aber ich denke, Punpuns ständiges und offensichtliches Hinterhelaufen hat auch dazu beigetragen, dass Aiko sich von Punpun nicht komplett loslösen konnte. In gewisser Weise tragen beide ihren Teil zu dieser verkoksten Beziehung bei, Punpun gibt zwar hin- und wieder ein klares "Nein" aber dann läuft er ihr hinterher und versucht es doch wieder mit ihr.

  3. #23
    Band 5

     @-FROM-HEAVEN-
    Ich denke Midori ist naiv aber noch halbwegs bodenständig was ihre Erwartungen gegenüber Yuichi angeht, außerdem wissen wir nicht wie Yuichi aussieht, er müssten schon mindestens normal aussehen.
    Ja, hässlich bzw. unattraktiv wird Yūichi nicht sein, immerhin hat er Midori dazu gebracht, das erste Mal einen Fremden auf ein Date einzuladen.

    Aikos Vorstellung von geradezu krankhaft bedingungsloser Liebe basieren zwar offensichtlich auf familiäre Probleme, sind aber für ein Teenager mMn immernoch im OK-Bereich. Im Endeffekt tut Aiko ja auch nichts und hat Punpun sogar schon zum zweiten Mal verziehen.
    Stimmt schon, die teils extremen Ansichten kann man noch als teenager-typisch betrachtet. Ich bin mir aber nicht sicher, ob sie Punpun wirklich „verziehen“ hat – klar, sie ist jetzt nicht wütend auf ihn, aber für mich erscheint es eher so, als würde sie Punpuns „Schwäche“ bisher lediglich in Kauf nehmen und darauf warten, dass er das Ding mit ihr tatsächlich durchzieht.


    Es geht weiter um das alte Thema, ob und wie Menschen zusammenleben können, ohne sich gegenseitig zu verletzen bzw. wie sie damit umgehen (sollten), wenn sie es tun. Vor allem „egoistische“ Begierden (das, was ich zuvor als „Punpuns dunkle Seite“ bezeichnet hatte) im Kontrast zu „gutem“ und moralischen Verhalten werden zunehmend behandelt. An einigen Stellen war Asano in diesem Band nicht gerade subtil – aber gut, ich würde sagen, man muss auch nicht ewig um den heißen Brei herumreden.

    Bei Yūichi hat man die Gründe hinter seiner erneuten Verzweiflung erfahren: Er hat Midori betrogen. Dass sie ihm daraufhin aber „einfach so“ verzeiht und auch seine Schwester irgendwo Verständnis zeigt, ist für ihn zu viel – er fühlt sich nicht gut genug für diese Welt und kann sich selbst nicht verzeihen. Dass er mit dieser Selbstverurteilung zu weit geht, macht ihm der Taxifahrer klar. Die Message dieses Abschnitts für Yuichi war, dass es immer einen Weg gibt Gutes in die Welt zurückzugeben, egal welche Fehler man zuvor begangen hat. Die Szene, in der Yūichi am Meer die Sonne aufgehen sieht, sah wieder mal ziemlich gut aus (ich mag es einfach, wenn die Vogelfiguren in solchen Szenen sich extra stark von der realistischen Szenerie abheben). Inhaltlich fand ich das Ganze aber etwas plump, ehrlich gesagt. Gerade dass der Taxifahrer früher mal Yakuza war, Yūichi dann zufällig auch noch sowas wie einen Pep-Talk gibt usw. Das war etwas zu viel des Guten. Andererseits sage ich mir in solchen Momenten dann immer: Was solls, es ist ein Manga, wär ja langweilig wenn ausnahmslos alles total realistisch wäre.

    Während Yūichi verschwunden ist, vergreift sich Midori an Punpun (in dieser Szene, als die beiden auf dem Sofa liegen, war ein Teil von Punpuns Körper übrigens das erste Mal realistisch dargestellt, meine ich). Damit wird gezeigt, dass auch sie, die dem Leser zuvor fast schon „perfekt“ (soll heißen: moralisch unschuldig) erschienen ist, negative Seiten hat bzw. ein „ganz normaler Mensch“ ist. Punpuns Bild von ihr wird dadurch sichtlich gestört: Er ist irritiert und auch geschockt von Midoris untypischem Verhalten. Er hatte wohl gedacht, dass es sich bei Midori um einen „guten Menschen“ handelt und nimmt an, dass Midori als Konsequenz ihrer Handlung nun aus seinem Leben verschwinden würde. Gerade das tritt aber nicht ein: Einige Zeit später treffen sie sich wieder und Midori scheint so weiter zu machen wie vorher. Das irritiert Punpun, der nicht so recht verstehen kann, wie ihr das möglich ist, noch mehr. In diesem Punkt sieht man, dass Punpun immer noch jung und auch naiv ist. Btw, ich fand es irgendwie beeindruckend, wie viel erwachsener Midori beim Besuch des verstorbenen Opas auf einmal wirkte.
    Bei Punpun entwickelt sich parallel zum Unverständnis gleichzeitig ein gewisser Neid auf Akteure, die (zumindest scheinbar) machen, was sie wollen, ohne Rücksicht auf andere zu nehmen (der Teil mit der „unverantwortlichen Sonne“ macht das noch mal deutlich). Selbstmord kreuzt seine Gedanken als eine sehr „einfache“ (da alles beendende) Form der letztendlich egoistischen Selbstbestimmung. Aber er so verzweifelt, es tatsächlich durchzuziehen, ist er dann doch nicht.
    Ich hatte irgendwo mal gelesen, dass Punpun auch ein sehr „japanischer“ Manga ist, was die Probleme der Figuren angeht. Hier könnte man das mMn ganz gut reininterpretieren: Die Charaktere sind ständig hin- und hergerissen zwischen ihren eigenen Wünschen, Begierden etc. und dem, was für die Gruppe bzw. „alle“ verträglicher wäre. Das ist natürlich kein rein japanisches Problem und man kann die Probleme der Charaktere auch als westlicher Leser ohne weiteres nachvollziehen, aber dass in Japan (Achtung, das klingt jetzt cheesy) so viel Wert auf Rücksichtnahme, „Harmonie“ etc. gelegt wird, verschärft es natürlich noch ein bisschen. Es heißt ja immer, dass im Westen das Individuum und alles damit Verbundene nicht so sehr problematisiert wird.

    Während Punpun der Ansicht ist, dass die Menschen „gebunden“ sind und nicht darauf klarkommt, dass sie trotzdem Verwerfliches tun und damit leben können, bildet Seki einen Gegenpol zu ihm. Verglichen mit Punpun wirkt er fast schon „erleuchtet“, in dem er erkennt, dass man in seiner eigenen Freiheit andere verletzen kann und sich seinen eigenen Taten stellen und sie am Ende auch akzeptieren muss.
    Fast schon direkt im Anschluss wird er mit den direkten Folgerungen dieses Denkens konfrontiert. An dieser Stelle des Mangas wurde mal wieder übertrieben (natürlich trifft er direkt eine, die ihren Ex tot sehen will… ). Während er den Typen verfolgt, scheint sich Seki von jeglicher Moralität zu entfernen und in eine Art Nihilismus abzudriften, aber letztendlich entscheidet er sich anders. Das Schicksal, das hier thematisiert wird („weil das Wetter schön war“), widerspricht der Auffassung des Schicksals als etwas Festgelegtes, an dem Figuren wie Punpun zu hängen scheinen.

    Nebenbei beginnt dann auch noch der Kult-Plot. Ich erinnere mich daran, dass mir dieser Teil des Mangas weniger gefallen hat … aber na gut. Die Verbindung zwischen der Notwendigkeit des Klarkommens mit eigenen Fehlern und Religion hat Seki ja im Band direkt angesprochen. Ziel des Kults ist ein Idealzustand, in dem alle Menschen glücklich sind. Toshiki bildet somit wiederum einen Gegensatz zu den realistischen bzw. desillusionierten Figuren wie Punpun, Yūichi oder Seki.

    Edit: Nebenbei wird auch das Sterne-/Weltall-Motiv weitergeführt - Pegasus, die Kunstausstellung etc. Find ich ganz nice.

  4. #24
    Notizen sind schon älter, daher wird mein Kommentar zu diesem Band leider eher mässig ausfallen.

    Band 5

    Der Uni Abschluss ist eine rationale Folge für Punpun. Das "Mysterium" um den Onkel klärt sich. Onkel verkackt, Midori vergibt ihm und dann kam Chapter 50.
    Erstmal hatte ich auf meiner Seite ein Trollchapter. Und dieses Trollchapter war dann auch auf anderen Seite. Das Trollchapter selber war halt einfach strange. Ich dachte zuerst ja auch, dass das vllt in Punpuns Kopf so gerade abgeht. Dann habe ich Chapter 50 gefunden und Punpun wurde vergewaltigt.

    ->
    Zitat Zitat von -FROM-HEAVEN- Beitrag anzeigen
    Bin gerade Punpun Band 5 am lesen...


    AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA AAAH!!!!!!!

    Das Groteske liegt dann noch im Detail. Der Fokus liegt auf der Sexszene, doch man sieht im Hintergrund Punpuns Jeans oder als Midori ihm in den Schritt fässt Punpun das erste Mal als realen Menschen.
    Midoris Motiv zu vestehen, ist auch schwierig. Rache, weil der Onkel auch fremd ging? Wut, weil sie den Onkel nicht verändern konnte? Vllt ist Midori auch einfach nur eine traurige Seele.
    Ich wollte Midori schon fast zun einem Lieblingscharakter ernennen. Thx, Chapter 50!
    Schon iwo "witzig", dass ich als letztes von Auswirkungen auf Punpun schreibe. Wie soll er seinem Onkel gegenübertrieben. Wie soll er Midori, die ihn und er sie ja auch schätzt wieder gegenübertrieben. Wie soll er sein erstes Mal begreifen/wertschätzen?
    Beim späteren Wiedersehen mit Midori ist Punpun schon etwas horny, begreift aber auch, dass er das Glück nicht auf's Spiel setzen muss.
    Punpun hat auch Haare.
    Punpun legt noch einen Ragequit hin, während seine Mutter das gleiche zuvor auch tat, und der Band endet mit einem Cliffhanger.
    Den Mini Arc um Seki fand ich auch ganz nett - vorallem Sekis Wandel.
    Alles in allem ein stranger und auch iwo heftiger Band.



    Guter Kommentar, komarunda!

  5. #25
    Band 5

    Dass Punpun mit der scharfen Frau seines Onkels schläft hatte schon etwas Telenovela/hentai-mäßiges an sich.

    Zitat Zitat von komarunda Beitrag anzeigen
    Inhaltlich fand ich das Ganze aber etwas plump, ehrlich gesagt. Gerade dass der Taxifahrer früher mal Yakuza war, Yūichi dann zufällig auch noch sowas wie einen Pep-Talk gibt usw. Das war etwas zu viel des Guten. Andererseits sage ich mir in solchen Momenten dann immer: Was solls, es ist ein Manga, wär ja langweilig wenn ausnahmslos alles total realistisch wäre.
    ich würde nicht so viel drauf geben wenn Charaktere in diesen Manga anfangen rumzuphilosophieren oder einen Moment der Erleuchtung/Einsicht haben, den letztendlich kehrt jeder zu seine alten Gewohnheiten zurück und macht mit sein Leben weiter, das sieht man besonders bei Yuuichi und jetzt auch bei Midori. Ich fand das mit den Yakuza auch zu viel aber seine Worte waren eben 08/15-Pep-Talk, die halt viel Gewicht hatten gerade weil es ein früherer Yakuza war der gerade seine Frau verloren hatte. Im Kontrast sieht man Seki der versucht die Frau aufzumuntern die ihren Ex killen wollte aber er wird halt nicht ernst genommen eben weil er nur ein Kind ist.

    Ehrlich gesagt, finde ich Yuuchis und Midoris Situation alles andere als Optimal, es ist schon etwas offensichtlich, dass Midori Yuuchi nicht richtig verziehen hat und ihn schon irgendwie hasst. Sie scheint es im Moment auch nicht zu bereuen, dass sie mit Punpun geschlafen hat, sie weiss aber, dass diese Wahrheit alles kaputt machen kann, das Problem ist nur, es ist schon längst was kaputt gegangen besonders bei Midori selbst. Letzendlich irgendwo weiss Midori, dass sie das alles mit den Café u.s.w. nicht alleine schaffen kann. Irgendwann habe ich gedacht, warum sucht sie sich nicht jemand neues? aber ich schätze sie will sich wohl nicht auf eine neue Beziehung einlassen, besonders nach den ganzen Jahren mit Yuuichi. Mit Yuuchi weiss sie zumindest worauf sie sich einlässt.

    Zitat Zitat von komarunda Beitrag anzeigen
    Ich hatte irgendwo mal gelesen, dass Punpun auch ein sehr „japanischer“ Manga ist, was die Probleme der Figuren angeht. Hier könnte man das mMn ganz gut reininterpretieren: Die Charaktere sind ständig hin- und hergerissen zwischen ihren eigenen Wünschen, Begierden etc. und dem, was für die Gruppe bzw. „alle“ verträglicher wäre. Das ist natürlich kein rein japanisches Problem und man kann die Probleme der Charaktere auch als westlicher Leser ohne weiteres nachvollziehen, aber dass in Japan (Achtung, das klingt jetzt cheesy) so viel Wert auf Rücksichtnahme, „Harmonie“ etc. gelegt wird, verschärft es natürlich noch ein bisschen. Es heißt ja immer, dass im Westen das Individuum und alles damit Verbundene nicht so sehr problematisiert wird.
    Ich finde auch, dass mir zumindest eine Menge an Wissen über die kulturellen Hintergründe fehlt z.B. über den gesellschaftlichen Druck vor 30 verheiratet zu sein oder beruflich erfolgreich zu sein. Dieser gesellschaftliche Druck wirkt sich ja auch aus auf die Selbstmordrate, Bildung von Kults und der Verbreitung von Pyramiden-systeme, Themen die ja öfters in ernstere Manga auftauchen.

    Eine Sache die ich im Moment schwer einschätzen kann, ist was Punpun für die Leute um ihn herum wirklich empfindet, das Thema haben schon seine Mutter und Midori angesprochen. Punpun ist eher distanziert und kümmert sich nicht um die Angelegenheiten der anderen, er ist auch nicht besonders einfühlsam, Punpuns Mutter hat ihn direkt egozentrisch genannt. Ehrlich gesagt, sehe ich in diesen Manga nicht wirklich viele Momente wo andere Leute das wirklich anders machen, sie sind alle mehr oder weniger mit ihre eigenen Probleme beschäftigt, nur in seltenen Fälle ist es anders, z.B. hat Midori sich zumindest Yuuichis Geschichte angehört, trotzdem gibt es schon so eine Art Grundverständnis zwischen den Charakteren, also bis zu einen gewissen Level versteht jeder den anderen. Bei Punpun aber sieht man ja seine Gedanken und man erkennt wirklich, dass er sich nur Minimal um die Gefühle anderer Gendaken macht und nur wenn er mit diesen direkt konfrontiert wird und da ist er meisstens ratlos. Ich würde aber nicht sagen, dass ihn andere egal sind, letzendlich liest er auch regelmäßig seit Jahren die Briefe seines Vaters, egal wie blöd er diese findet.

    Übrigens glaube ich, dass entweder Seki oder Shimatsu gay ist ....oder beide.

  6. #26
    Ich finde es schon interessant eure Diskussionen zu verfolgen und habe mich schon darauf "gefreut" was ihr nach den aufkommenden Sympathien gegenüber Midori dann zu dieser Entwicklung sagen werdet Mir ging es damals ähnlich. Ich habe das ja als eine Art Stressreaktion aufgefasst, ausgelöst durch berufliche Überforderung und private Enttäuschung. Punpun war dann halt einfach gerade da und verfügbar. Sie wollte sich meiner Meinung nach also einerseits ablenken und andererseits wohl schon auch irgendwie an Yuuichi rächen. Ich finde diese Entwicklung schon interessant, weil man sie normalerweise eher bei Männern vermuten würde. Da würde man schnell zu Erklärungen wie "Er brauchte das halt. Er musste sich abreagieren" greifen (auch wenn das Vergreifen an Minderjährigen dann im Gegenzug wieder viel schwerer gewichtet werden würde).

  7. #27
    ich hatte schon bei der ersten Seite die Befürchtung gehabt, dass sowas passieren würde, Punpun wollte ja dringend sex haben und Midori war einsam und verletzlich. Dann haben Midori und Punpun mehr Zeit miteinander verbracht und ich dachte nur "bitte nicht..", dann haben beide nebeneinander geschlafen "nein..." und als es passiert ist, habe ich mich an den Kopf gegriffen und dann innerlich geschrien. Man was für ein emotionales Adventure ...PUNPUN!

    Natürlich ist die Szene im Kontext ziemlich abgefuckt aber jetzt wo ich überlege, war das doch sehr heiss, Midori sieht geil aus, das kann man nicht bestreiten. Für Punpun war es ja auch nicht anders, er war entsetzt und konnte trotzdem sich das fappen dannach nicht verkneifen, selbst einige Zeit später hat er sich dran erinnert.

    Ich halte jetzt auch nicht viel mehr oder weniger von Midori, die Beziehung war schon kaputt als Yuuchi sie betrogen hat, natürlich war das scheisse, dass es Yuuichis Neffe war aber sie hatte sich bis dahin gut gehalten obwohl sie bestimmt schon sehr verzweifelt war.

    Ich glaube auch nicht, dass sie jetzt wirklich "erwachsener" geworden ist, sondern eher ein Stück ernster/zynischer/verbitterter. Midori hat ja mal gesagt, wie sehr sie es genossen hat mit Yuuchi und seine Familie zusammen zu wohnen und jetzt ist das Haus weg und ihre Beziehung zu Punpun ist auch im Arsch.

  8. #28
    Zitat Zitat von elfa Beitrag anzeigen
    Onkel verkackt, Midori vergibt ihm und dann kam Chapter 50. Erstmal hatte ich auf meiner Seite ein Trollchapter.
    War bei mir auch so! Bei den ersten paar Seiten dachte ich mir noch so "OK, das ist jetzt strange, aber vielleicht ist das so gewollt" ... aber man hat dann doch sehr schnell gemerkt, dass es nicht dahin gehörte.

    Was Midoris Motivation angeht...

    ich sehe das so ähnlich wie Pilop und denke, bei ihr lässt sich da kein klares Motiv feststellen. Sie war in diesem Moment einfach überfordert, war traurig wegen Yuichi (weil er weg war und weil sie ihn nicht ändern konnte) und hatte zudem starke Selbstzweifel. Ein bisschen Racheabsicht war wohl auch mit dabei, aber für mich kam es in dem Moment so rüber, als brauchte sie einfach an dem sie sich "festhalten" konnte bzw. den Sex als kurzfristige "Erlösung" von ihrer seelischen Eingeengheit. Midori war vorher ein sehr sympathischer Charakter, aber irgendwie ist sie für mich seit dieser Sache (aus Lesersicht) besser bzw. interessanter geworden, da sie ein bisschen Profil bekommen hat. Vorher war sie sehr geradlinig und ohne wirkliche Ecken und Kanten. Na gut, aber ich wusste auch schon, dass so eine Szene zwischen Midori und Punpun kommt (nur nicht mehr wann und in welchem genauen Zusammenhang), deswegen sehe ich das vielleicht ein bisschen anders als die Leute, für die es quasi auch als Leser noch ein kleiner Schock war.^^
    Übrigens könnte man auch hier einen "japanischen Touch" vermuten, da Fremdgehen dort vielleicht nicht akzeptierter, aber doch üblicher ist (soweit ich das beurteilen kann, Informationen aus erster Hand hab ich nicht ). Na gut, aber das trifft vielleicht eher auf die Ehe zu, so weit waren Yuichi und Midori ja noch gar nicht.

    Zitat Zitat von -FROM-HEAVEN- Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt, finde ich Yuuchis und Midoris Situation alles andere als Optimal, es ist schon etwas offensichtlich, dass Midori Yuuchi nicht richtig verziehen hat und ihn schon irgendwie hasst. Sie scheint es im Moment auch nicht zu bereuen, dass sie mit Punpun geschlafen hat, sie weiss aber, dass diese Wahrheit alles kaputt machen kann, das Problem ist nur, es ist schon längst was kaputt gegangen besonders bei Midori selbst.
    Man weiß ja im Moment noch nicht mal, ob Yuichi nicht vielleicht schon davon weiß. Man hat ihn nach dem "Vorfall" nur noch so düster zwischen den Vorhängen durchgucken sehen, soweit ich mich recht erinnere. Bei Midori könnte ich mir gut vorstellen, dass sie es Yuichi beichtet, da sie eigentlich relativ ehrlich rüberkommt und Yuichi ihr ja auch die Wahrheit erzählt hat. Die Tatsache, dass es nun gerade Punpun war, würde aber schon ein großer Schock für Yuichi sein.
    Ich würde (noch) nicht sagen, dass Midori Yuichi irgendwo hasst. Yuichi ist für sie keine perfekte, aber auch keine unaushaltbare Person. Klar, das, was passiert ist, wird sie wahrscheinlich nie vollständig vergessen (oder verzeihen) können. Aber für mich erschien es so, als hätte sie mit der Vergangenheit erst mal (so gut es geht) abgeschlossen und möchte nun erst mal weiter vorwärts gehen - auch wenn da eventuell ein paar indirekte Zwänge dahinter stecken (obwohl, wie alt war Midori? Ich glaube, auf die 30 geht sie noch nicht zu). Midori erscheint mir wie der "normale" Charakter, der so ein bisschen die Waage zwischen allem hält, wären die anderen Figuren eher extremer in ihren Neigungen sind.

    Zitat Zitat von -FROM-HEAVEN-
    Eine Sache die ich im Moment schwer einschätzen kann, ist was Punpun für die Leute um ihn herum wirklich empfindet, das Thema haben schon seine Mutter und Midori angesprochen. Punpun ist eher distanziert und kümmert sich nicht um die Angelegenheiten der anderen, er ist auch nicht besonders einfühlsam, Punpuns Mutter hat ihn direkt egozentrisch genannt.
    Punpuns Mutter hat genervt, dass er sich ständig in eine Art Opferrolle begibt. Er ist im Grunde immer noch ziemlich idealistisch, auch wenn sein Bild von "guten Menschen" langsam aber sicher wegbröckelt. Das heißt, er hat das Gefühl von den ganzen "schlechten Menschen" um ihn herum runtergezogen zu werden und zeigt das auch in seinem Verhalten (emo-mäßig, sieht man ja auch an seiner neuen Frisur ). Die Mutter hat schon irgendwo recht wenn sie das egozentrisch nennt, denn schlussendlich dreht sich in Punpuns Kopf das Meiste um ihn. Das passt wiederum aber auch ganz gut zu einem Teenager, wie ich finde..

  9. #29
    Zitat Zitat von komarunda Beitrag anzeigen
    Man weiß ja im Moment noch nicht mal, ob Yuichi nicht vielleicht schon davon weiß. Man hat ihn nach dem "Vorfall" nur noch so düster zwischen den Vorhängen durchgucken sehen, soweit ich mich recht erinnere. Bei Midori könnte ich mir gut vorstellen, dass sie es Yuichi beichtet, da sie eigentlich relativ ehrlich rüberkommt und Yuichi ihr ja auch die Wahrheit erzählt hat. Die Tatsache, dass es nun gerade Punpun war, würde aber schon ein großer Schock für Yuichi sein.
    Also es sah schon so aus als wollte Midori, dass Punpun dieses Ereignis für sich behält, praktisch ein Geheimnis zwischen den beiden. Außerdem niemals wird Midori Yuuichi das erzählen, sie hat doch Yuuchi wieder zurückgenommen, irgendwo will sie, dass die Beziehung wieder läuft und diese Wahrheit macht alles nur noch unnötig kompliziert, allerdings hat sie jetzt was womit sie Yuuichi heftig verletzen könnte.

    Das mit Yuuchi, es stimmt schon, es wirkte etwas komisch als er Punpun hintergeschaut hat als Punpun und seine Mutter von der Beerdigung nach Hause gegangen sind. Vllt. war Yuuichi an diesen Tag da und hat alles gesehen, ich meine Punpun und Midori haben nicht in irgendeinen Hinterzimmer miteinander geschlafen, es war im Café und du kannst da durch die weissen Vorhänge einen guten Einblick nach innen bekommen. Dieser Zufall wäre jetzt zwar sehr Klischee aber solche Zufälle hat sich der manga schonmal geleistet.

  10. #30
    Selbst wenn der Onkel es wissen sollte. Ich denke, dass er es dann auch erstmal verdrängt. Dem Onkel ist ja auch klar, dass er nicht besser war. Aber auch wenn Midori es rausgehauen hat: Zahn um Zahn. Derjenige, der dabei wirklich verloren hat, ist in meinen Augen nun mal Punpun (war ja auch der einzige passive Part). Sicherlich will ich damit Midori nicht verteidigen, aber wie gesagt: Zahn um Zahn. Wenn es rauskommt, dann in dem Streit.

    Aber ich bin mal gespannt wie der Manga jetzt überhaupt weiter geht. Aiko kam so gut wie gar nicht vor. Midori und der Onkel sind ja auf eine Art Hochzeitsreise jetzt, wenn ich mich nicht irre. Dazu hatte Punpun gerade vor seinem Ragequit iwie Anschluss gefunden und sogar ein Date, auch wenn er das eig. nicht wirklich wollte bzw. an der Person als solche nicht interessiert war.

    Und ja, ich find Midori auch heiß. Die spätere Midori vllt sogar noch mehr. Ich finde einfach, dass Asano eine bestimmte Art von Frau extrem gut zeichnet. Das geht von süß, schön bis heiß. Das Alter geht so von Teenie bis Mitte/Ende 20. Alle unterscheiden sich iwo, aber lassen sich für mich schon in eine Kategorie einordnen.
    Beispiele: Die Schülerin aus Onkels Vergangenheit aus Punpun, Midori aus Punpun, Koume aus Umibe no Onnanoko, Meiko aus Solanin, die Lehrerin aus Nijigahara Holograph, Hikari aus Dededededede.
    Ich denke manchmal sogar, dass Asano diese Frauen tw. extra schöner/heißer zeichnet.
    Geändert von elfa (23.10.2016 um 17:20 Uhr)

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