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  1. #41
    Band 7

    Bin etwas spät dran. Tja das Band hat schonmal mit eine Dramabombe nach der anderen angefangen. Das mit den Briefen hat wahrscheinlich mit dazu beigetragen, dass Punpun sich dagegen entschieden hat mit seinen Vater zu wohnen und letzendlich war der Vater einfach zu spät da, Punpuns Wut war mehr als verständlich.

    Zu Midori und Yuuichi, tja vllt. hatte ich unrecht und vllt. hat Midoris Ehrlichkeit die Beziehung der beiden wirklich bestärkt und beide führen eine normale Ehe. Oder Yuuchi sah das was zwischen Punpun und Midoris passierte als Konsequenz seines Handels an, bzw. eher als Straffe. So ohne weiteres ist er nicht darüber hinweg, seine Ehe sieht er wohl als Gefängnis und sein Drang von der Realität zu flüchten(das Cafè, Midori) wird wahrscheinlich nur im Schach gehalten vom Gedanken, dass wenn er dieses mal nochmal wegläuft, ist wirklich alles vorbei und er wird einsam sterben.

    Midori auf der anderen Seite, hat Punpun vllt. wirklich sehr gern und kümmert sich deswegen so sehr um ihn oder vllt. hat sie immernoch Schuldgefühle wegen dem was passiert ist und versucht das irgendwie wieder gutzumachen.
    Vllt. hat Punpun Midori einfach verziehen oder vllt. ignoriert er sie und versucht auch keinen Gedanken an sie zu verschwenden, sie völlig auszublenden.

    Letzendlich müsste es für alle 3 sehr unagenehm sein im selben Raum zu sein, so wie es aussieht, treffen die sich nur wenn es sein muss, wie z.B. damals als Punpuns Opa gestorben ist oder jetzt wo Punpuns Mutter gestorben ist.

    Ich verstehe nicht, warum Midori das erzählt hat....

    Was den Rest angeht, es war offensichtlich, Punpun ist immer so passiv gewesen, sein Leben relativ inhaltslos, dieser Moment musste ja kommen, wo er nicht weiss was er mit sich selbst anfangen soll.

    Ich halte nicht viel von Aikos Rückkehr, sie müsste sich schon sehr geändert haben, damit sie nicht wieder einen schlechten Einfluss auf ihn ausübt, wobei war es damals wirklich schlecht? Mit Punpuns Bessesenheit, ist es wirklich schwer einzuschätzen, wie sich deren Beziehung von nun an entwickeln würde, sie bringt aber schon das Schlechte in ihn hervor, sie ist sich wahrscheinlich auch dessen bewusst und es ist auch das sie will.

  2. #42
    Band 8

    Nach dem etwas schwächeren Band 7 hat das Lesen dieses Mal wieder richtig Spaß gemacht. Ab und zu ist Asano zwar nicht gerade geizig mit dem Schmalz umgegangen, aber im Großen und Ganzen hat mir der Band sehr gut gefallen!

    Es hat einen ganz schön harten Hammer gebraucht, um Punpun aus seinem Selbstmitleids-Bunker rauszuholen. Sachi ist ganz klar der MVP des Bands; es hat sich einfach gut angefühlt mit anzusehen, wie sie Punpuns kleine depressive Welt, die er sich über die Jahre so aufgebaut hat, nach und nach einreißt (und wie sie ihm auf ihre Art und Weise beibringt, mit dem „Verletzen“ und „Verletztwerden“ anderer bzw. durch andere umzugehen). Da hat er ganz schön Glück gehabt, so jemanden wie sie gefunden zu haben. Also ich hätte zumindest keine Lust, mit dem ganzen Shit upzuputten, den Punpun so zu bieten hat (da hat er schon seinen langersehnten Sex – den er sich btw an dem Punkt noch nicht mal wirklich verdient hatte – und dann schafft er es doch tatsächlich, depri darüber zu sein, weil er so „einfach gestrickt“ ist … also manchmal geht einem dieser Typ echt auf die Eier). Es war ganz witzig, wie Punpun sich relativ lange bei jeder kleinen Sache gleich einen Zacken aus der Krone gebrochen hat (fast sogar schon wortwörtlich). Dass Sachi immer etwas parat hatte, mit dem sie seine Einwände aus „völlig legitimen Gründen“ zurückweisen konnte (inklusive ihrer „dunklen Vergangenheit“), könnte man jetzt natürlich Plot Convenience nennen, wenn man böse Absichten hätte. Aber das hier ist immer noch ein Manga und nicht die Realität, und die Geschichte will erzählt werden. Also kann man es Asano in den meisten Fällen schon gut verzeihen, auch wenn er manchmal schon übertreibt. Die Szene, in der Sachis Freundin Punpun das erste Mal so ein bisschen über Sachis Vergangenheit aufklärt oder die „Regenbogenszene“ waren ein bisschen too much, fand ich.

    Punpuns erste Gehversuche nach seiner Abschottungsphase bleiben nicht ohne Rückschläge, aber letztendlich hat er ziemlich viel Glück und schafft den Schritt in ein „gutes Leben“. Nicht Aiko, sondern Sachi scheint sein „Schicksalspartner“ zu sein (auch wenn dieser ganze Schicksalkram eigentlich BS ist, wie Sachi ja richtig erklärt hat). Die beiden verhalten sich echt schon wie ein altes Ehepaar (sh. Gespräch bei dem Vermieter). Irgendwo ist einem Punpun am Ende des Bandes schon noch unsympathisch, aber andererseits tut es auch gut, ihn einfach mal glücklich zu sehen. In der Hinsicht ist Asano die Charakterisierung ziemlich gut gelungen, würde ich sagen.
    Apropos Vermieter: Man muss nun wirklich kein Genie sein, um das zu erkennen, aber er symbolisiert sozusagen den stereotypischen „guten Menschen“, während seine Tochter für die „harte Welt da draußen“ steht, die nichts auf die eigenen Ausreden gibt. Dass Sachi sich in den Streit der beiden eingemischt hat und Punpun in Schutz genommen hat, zeigt quasi, wie sie Punpuns Vermittler zwischen diesen beiden Polen ist. Sehr interessant ist, dass Parallelen zwischen ihr und Punpuns Mutter gezogen wurden. Damit wird nicht nur auf relativ clevere Weise ein Klischee bedient ("Männer stehen auf Frauen, die ihrer Mutter ähnlich sind"), sondern man wird dazu angeregt, noch mal über Punpuns Mutter nachzudenken, obwohl sie als Figur nicht mehr auftaucht.

    Der Band hatte enthielt außerdem ein paar shameless plugs … in Sachi hat sich Asano zu einem gewissen Grad selbst dargestellt/verarbeitet, der Manga, den sie zeichnet, ist ganz offensichtlich „Oyasumi Punpun“ usw. (sogar Sachis Kommentar, dass der Plot sich zu schnell entwickelt, passt eigentlich perfekt auf diesen Band).

    Interessant war auch, dass man durch Sachis Skizze jetzt so ungefähr weiß, wie Punpun „wirklich“ aussieht. Gleichzeitig diente die Skizze aber auch bereits als erstes „böses Omen“. Dass danach ein Timeskip kommt und Aiko wieder auftaucht, macht es fast schon unnötig offensichtlich: Die Friede-Freude-Eierkuchen-Zeit ist jetzt wieder vorbei und bald werden sich vor Punpun erneut Abgründe auftun. Schon krass, wie Aiko von einem Symbol für „reine Liebe“ im Laufe des Mangas mehr und mehr zu einer Gefahr für Punpun wird. Denn letztendlich ist sie, auch nachdem er jetzt mit Sachi zusammengekommen, ist sein selbstgemalter Silberstreif am Horizont, an den er sich im Ernstfall klammern wird… Aber etwas Positives wird aus dieser Verbindung am Ende auf keinen Fall erwachsen, soviel kann man jetzt schon eindeutig sagen.

    Alles im allem ein toller Band, bin schon gespannt wie’s weitergeht.

    Edit: Wofür ich jedoch nach wie vor so überhaupt kein Interesse aufbringen kann, ist dieser Kult-Plot. Weiß auch nicht woran es liegt, aber irgendwie schafft es Asano null, diesen Teil des Mangas für mich interessant zu machen.

  3. #43
    Zitat Zitat von komarunda
    Edit: Wofür ich jedoch nach wie vor so überhaupt kein Interesse aufbringen kann, ist dieser Kult-Plot. Weiß auch nicht woran es liegt, aber irgendwie schafft es Asano null, diesen Teil des Mangas für mich interessant zu machen.
    Das geht mir auch so. Liegt wohl einerseits daran, dass der Kult bisher noch (fast) überhaupt keine Verbindung zu Punpuns Geschichte hat und der Sektenführer mir zu abgespaced ist. Außerdem geht mir sein ständiges "good vibration" (das im Japanischen als グッドバイブレーション sogar noch schlimmer ist) inzwischen ziemlich auf die Nerven. Soll das lustig sein?

    Ich hab Punpun letztes Jahr in Japan bis Band 9 gelesen und dann unterbrochen, weil's mir zu nervig war, die 4 Folgebände aus Japan zu importieren. Hab hier jetzt aber grad den 10ten Band rumliegen, bei dem kann ich dann also mitlesen. :3 Bis dahin bietet der Thread hier ne gute Auffrischung über die bisherigen Geschehnisse.

  4. #44
    Notizen sind älter~

    Band 8

    Punpun haut von Sachi ab, bezeichnet sich als "born loser" und sieht im Folgetag generell schwach aus. Wenn er sich mit Sachi wieder trifft, wirkt er im Gespräch auch sehr forciert in seiner Wortwahl. Sein Auftreten lässt sich aber mit seinem Mastubarationsmarathon erklären. Erwähnenswert ist aber noch sein Dreieck Form. Diese bricht z. B. als er Sachis Essen lobt, weil Punpun dieses Lob wohl auch von Herzen meint.
    Sachi durchblickt Punpun auch. So ist er ihrer Meinung nach nicht stark genung seinen Weg (Das Alleinsein wählen, um niemanden zu verletzen) weiter zu verfolgen. Sie will nach wie vor, dass er sein Talent nutzt. Ich finde, dass hat nen bisschen was von Good Will Hunting oder allgemeiner formuliert: Jemand mit dem nötigen Talent/der Begabung verwirft diese, während jemand anders diese gerne hätte, um sich zu verwirklichen. Dadurch das dies aber nicht der Fall ist, ist man auf die Begabung der anderen Person angewiesen. Dazu kommt noch die Frage, ob Talent sonst verschwendet wird oder das Talent auch die Berufung der Person ist. Auch hat sich Sachi mittels Schönheitsoperationen in einen anderen Menschen verändert. Also nicht nur eine innerlich Änderung, sondern vorallem auch eine Äußerliche.
    Nach einem Streit reflektiert Punpun, dass Sachi sich für ihn einsetze (Streit mit Tochter des Vermieters) und ihm auch erklärt, dass er durch sein Talent gebraucht wird. Durch die joy of compliments wird ein Manga geboren.
    Auch begreift Punpun, dass er auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Wenn die Hilfe bricht, wird er noch tiefer in den Abgrund fallen als vorher. Was wohl dann seinem Suizid gleich kommt.
    Ein Missverständnis bzw. die spontane Analyse eines Umstandes ohne Informationen (Sachi wird von ihrem Ex-Freund abgeholt) wirft Punpun total aus der Bahn. Haltestop: Eifersucht. Dieser Umstand zeigt Punpuns fehlende Selbstbeherrschung sowie fehelnde emotionale Kontrolle.
    Beide kommen sich auch näher. So verliebt sich Punpun in Sachi, wenn sie weiter so nett zu ihm. Sein böser Geist warnt ihn vor seiner Fairy Tail. Später haben sie Sex, aber tauschen keine Zärtlichkeiten aus , weil Punpun Aiko nicht "betrügen" will. Verliebt sich eig. also Sachi eher in Punpun?
    Zeitsprung von einem Jahr:
    Sachi und Punpun leben zusammen, haben eine Beziehung oder auch nicht (Beziehung ohne Bestätigung). Da bin ich iwie nicht wirklich draus schlau geworden. Der Kult sieht das Ende nahen. Seki trifft auch Aiko. Auch Punpun und Sachi sind in der Stadt/Stadtteil wegen des Manga (?) unterwegs. Ist ja fast wie Klassentreffen. Aiko steht vielleicht mit dem Kult in einer Verbindung. Oder Punpun gerät in den Kult. Aber der Kult wird wohl iwie Plotrelevant sein, also muss irgendeiner von denen eine Verbindung mit dem Kult haben oder aufbauen.

    Tja und was ist, wenn wir gerade den Manga lesen, an dem Punpun und Sachi arbeiten. Just kidding, oder auch nicht.

  5. #45
    Band 8

    Tja, es gibt nicht mehr viel zu sagen, was die Posts über mir nicht schon gesägt hätten,
    Zitat Zitat von elfa Beitrag anzeigen
    Sachi und Punpun leben zusammen, haben eine Beziehung oder auch nicht (Beziehung ohne Bestätigung). Da bin ich iwie nicht wirklich draus schlau geworden.
    ist wohl sowas wie eine "more than, less then lovers"-Beziehung und das einfach nur weil Punpun sich immernoch nicht traut was zu sagen, Sachi will eindeutig eine richtige Beziehung und wartet mehr oder weniger geduldig. Ich glaube nichtmal, dass beide zusammen wohnen, wohl eher übernachtet Punpun öfters in Sachis Wohnung einfach nur weil beide bis spät an den Manga arbeiten.

    Ich mag es zwar wenn man mit Punpun klartext redet(er braucht das wirklich) aber solche Wutausbrüche wie die der Tochter des Vermitters wirken meisstens sehr verlogen. Witzigerweise hat es mich auch hierran erinnert.



    Sachis Rede hatte da mehr Gewicht aber obwohl Punpun endlich aus seinen Kokon raus ist, ist er letzendlich "nur" zu seiner alten Form zurückgekehrt, schwer zu sagen ob das wirklich einen Schritt nach vorne ist.

  6. #46
    Zitat Zitat von Ineluki
    Das geht mir auch so. Liegt wohl einerseits daran, dass der Kult bisher noch (fast) überhaupt keine Verbindung zu Punpuns Geschichte hat und der Sektenführer mir zu abgespaced ist.
    Bisher kam mir die Kult-Sache vor allem unnötig vor. Weiß nicht, ob sich das bei mir noch ändern wird, selbst wenn eine Verbindung zu Punpun hergestellt wird. Und ja, der Typ ist schon ziemlich nervig. Das ist bei Charakteren, die einen Kult angehören, sicherlich nicht unbedingt vermeidbar und eigentlich ist es auch eine ganz gute Idee, hier und da den "grauen Realismus" bzw. Pessimismus des Mangas durch ein bisschen Idealismus aufzupeppen, aber die Umsetzung ist halt mehr so ... naja

    Zitat Zitat von -FROM-HEAVEN- Beitrag anzeigen
    Ich glaube nichtmal, dass beide zusammen wohnen, wohl eher übernachtet Punpun öfters in Sachis Wohnung einfach nur weil beide bis spät an den Manga arbeiten.
    Sowas ähnliches vermute ich auch. Irgendwie kommt mir Punpun nicht wie jemand vor, der ohne weiteres so eine lose Beziehung ohne "festen Status" führen kann, ohne zumindest einen "Vorwand" dafür zu haben.

    Zitat Zitat von -FROM-HEAVEN- Beitrag anzeigen
    Sachis Rede hatte da mehr Gewicht aber obwohl Punpun endlich aus seinen Kokon raus ist, ist er letzendlich "nur" zu seiner alten Form zurückgekehrt, schwer zu sagen ob das wirklich einen Schritt nach vorne ist.
    Naja, ich würde schon sagen, dass er sich in Band 8 positiv entwickelt hat. Da sollte man in seine Vogelform nicht allzu viel reininterpretieren, denke ich, immerhin ist das seine "natürliche" Form. Er hat von Sachi gelernt, mehr auf andere Rücksicht zu nehmen ohne sich gleichzeitig abzuschotten, nicht immer nur die eigenen Vorteile zu sehen usw. Aber das hängt halt alles von Sachi ab ... vielleicht wird er sich zurückentwickeln, sobald die beiden nicht mehr ganz so glücklich zusammen sind.

  7. #47
    Punpun ist immerhin wieder weg von seiner Dreiecksform. Nüchtern betrachtet natürlich erstmal kein Fortschritt. Aber Punpun hat in meinen Augen jetzt durch diesen Trip mehr Erkenntnisse gewonnen - vorallem, dass er auf die Hilfe anderer angewiesen ist bzw. nicht für seinen Lebenstil, den er führt geeignet ist.
    Allerdings kommen dann Szenen wie diese Eifersucht gegenüber Sachi, die Punpun einfach kein bisschen stabil wirken lassen. Dennoch bleibe ich dabei: Die Erkenntnis, dass er von anderen abhängig ist, sollte ihn voran bringen. Er muss jetzt nur diese Abhängigkeit iwie in den Griff bekommen. Dazu wäre noch ein richtiger Beziehungsstatus sinnvoll.
    Andererseits denke ich auch wiederum, dass Punpun eig. immer den einen Stupser durch die Tür des Lebens bekommen bzw. verstanden hat. Und dann passiert doch nichts. Also kann auch jetzt wieder nichts passieren.

  8. #48
    Band 9

    Also ich skippe recht viel, wenn der Kultmeister was erzählt. Das interessiert mich nicht die Bohne. Solange da kein bekannter Charakter involviert ist, finde ich das auch iwie überflüssig. Ich nehme einfach nur mal mit: Das Ende der Welt und good Vibrations.
    Sachi wird vom Editor damit konfrontiert, für wen der Manga eig. sein soll bzw. für wen dieser interessant ist. Man merkt auch, dass ihr das Ganze bzw. das (Nicht)Beharren auf ihrer Lebensideologie sehr zu schaffen macht. Sachi wirkt tw. aber auch wenig toleranzfähig, was im "Streit" mit Punpun auch nochmal deutlich wird.
    Eig. iwo doch schon passend, dass dieser Kult vom Weltende spricht und dabei Beziehungen kaputt gehen: Seki und Rotznase, sowie Sachi und Punpun. Seki fragt sich, ob die Rotznase ihn runterzieht. Bei Punpun fragt er Sachi, ob er sie runterzieht. Unterschiedliches Zustandekommen, aber gleiche Aussage.
    Seki und Rotznase gehen getrennte Wege. Rotznase zieht es wohl in den Kult und Seki kennt seinen alten Freund nicht mehr bzw. fängt ihn zu ignorieren (Gespräch mit ehemaligen Mitschülerin).
    Punpun erfährt Ablehnung, weil er Sachi nicht versteht bzw. nicht die Stimmung / Situation lesen kann. Asano hat Punpun dort real gezeichnet, vllt war Punpun sich in seinem Handeln ziemlich sicher ("Ich muss jetzt stark für Sachi sein"). Vllt hat Punpun aber auch keine Empathie bzw. nur eine Standard Empathie, die sich auf Floskeln stützt. Gerade diese sind es, die oftmals mehr verletzen, weil sie eine Hilfe/Unterstützung darstellen, aber in Wirklichkeit keine sind. Sachi weiß auch, dass ihr gereiztes Gemüt sie dazu veranlasst auf Punpun sauer zu sein (Ablehnung seiner Unterstützung). Aber Punpun tritt einmal mehr in ein Fettnäpfchen mit seinen Entschuldigungen, die einfach durch das ständige Wiederholen an Wert verloren haben. Dass der Manager so verletzt wurde, hat auch Spuren auf Sachi hinterlassen: Sie will die Schuldige finden, aber der Manager ist ganz neutral: noobdy is at fault.
    Punpuns Zwei Jahres Vertag mit sich selbst läuft bald ab. Bei seiner Reflexion sieht er, dass er sich im Prinzip nicht wirklich verändert hat und immmer noch am Anfang steht.
    Punpun stribt und steht letztlich wieder auf. Er trifft seinen Nachbarn, dem es ziemlich gut geht, hat anschließend homosexuelle Gedanken, und mastubiert letztlich zum Sex seiner Nachbarn. A new Punpun was born. Aber eigentich ist es ja kein neuer Punpun, es ist eine ganz neue Identiät. Punpun lässt sein Altes Ich komplett fallen und macht einen Neuanfang auf Knopfdruck. Eigentlich wundert mich, dass dieses Fliehen vor den eigenen Problemen / der Wirklichkeit mittels neu geschaffener Identität erst jetzt kommt, weswegen ich Punpuns Sinneswandel schwer nachvollziehen kann. Diese Idee eines Resets hätte Punpun doch auch früher vllt schonmal haben können. Vermutlich ist das aber wieder der wissende Leser vs. Punpun selbst, dem so eine "Idee" bis jetzt noch nicht gekommen war.
    Mit seiner neuen Identität hat Punpun jedenfalls Selbstbewusstsein. So sieht man tatsächlich mal den menschlichen Körper (Er trägt also immer noch Vans). Also ist Punpuns Darstellung wohl wirklich seine eigene Sichtweise. Ich fragte auch bei Band 1 oder Band 2, ob man Punpun am Ende wirklich als realen Menschen sehen wird. Das ist zu teilen nun erfüllt. Auch wenn es nicht wirklich Punpun, sondern eine neue Identiät ist. Punpun wäre es für mich, wenn er seine Schwächen akzeptiert und weiß wie er bestimmte Schwächen ändern kann.
    Am Ende trifft Punpun jedenfalls diesmal wirklich auf Aiko, von der man nur durch Seki erfuhr, dass sie mal für ein Magazin modelte.
    Vllt wird Punpun bald wieder der Vogel sein, vllt baut Punpun jetzt aber auch auf sein neu geformtes Selbst. Ich fürchte nur, dass dies für Punpun nur eine temporäre Lösung sein wird, deren Folgen ihn iwann einholen werden. Der Abgrund ist tief, Punpun, vergiss das nicht.

  9. #49
    Band 9

    Beim Lesen kam mir der Band teilweise etwas „lose“ vor, was die einzelnen Stränge betraf, aber jetzt beim Kommentarelesen und selber schreiben hab ich doch das Gefühl, dass alles schon irgendwie ganz clever miteinander verbunden worden ist.

    Punpun und die anderen Charaktere werden langsam, aber sicher – und ob sie es nun wollen oder nicht – tatsächlich „erwachsen“. Das wird vor allem darin deutlich, dass die letzte verbliebene Figur, die so etwas wie eine „schützende Funktion“ erfüllte und quasi in der Elternrolle war, nämlich der Vermieter/Manager, erst mal aus der Handlung genommen wird. Auf Punpun & CO. wartet die „harte Welt da draußen“, die die Tochter des Vermieters bereits angekündigt hatte. Und jeder bewältigt die Aufgabe, in diese Welt einzutreten, anders und unterschiedlich gut…

    Sachi wird im Bezug auf ihren Manga mit der allgemeinen gesellschaftlichen Apathie konfrontiert. Was der Redakteur sagt, stimmt letztendlich auch irgendwo: Nur wenige Leute interessieren sich wirklich für das „rohe Wesen“ einer beliebigen Person in ihrem Umfeld oder die „unverschleierten Probleme“, die sie plagen. Hier schimmert wieder das Egoismus-Thema durch, was ja gerade zu Beginn des Manga ein paar Mal angesprochen wurde. Im Grunde genommen möchte man immer mehr von anderen bestätigt/gestützt werden, als man selbst dazu bereit ist, dies für andere zu tun (bzw. ist das nur bei ganz wenigen, nahestehenden Personen anders). Es entsteht eine Art emotionaler Hohlraum zwischen den Leuten, der nicht wirklich gefüllt werden kann.* Pegasus würde für diese Kühle und gegenseitige Gleichgültigkeit sicherlich das Wort „Dissonanz“ verwenden; die Menschen, die sie durch ihr tun (direkt oder indirekt) verbreiten, werden von ihm als „dunkler Fleck“ bezeichnet. In diesem Punkt sieht man ganz gut, welcher gemeinsame Wunsch Sachi und Punpun verbindet: Nämlich die Last, die durch diese Dissonanz verursacht wird, anderen klar zu machen und zu zeigen, dass es sich dabei um ein richtiges Problem handeln kann und nicht nur eine Kleinigkeit, die man einfach so z.B. mit „harter Arbeit“ beseitigen kann. Fühlt man, dass der Druck der Dissonanz zu groß wird, hat man im Grunde zwei Wege, ihr zu entkommen: Irgendetwas finden, mithilfe dessen man genug eigene Kraft/Motivation aufbringen kann (was bei Sachi – noch – der Fall zu sein scheint) kann um weiterzumachen; oder eine Person/eine Gruppe findet, in deren Gegenwart die Spannung gelöst wird. Sachi und Punpun haben beide irgendwo den Wunsch, (auch) den zweiten Weg zu gehen, indem sie endlich „offiziell“ zusammenkommen, aber Punpuns Unsicherheit verhindert das.

    *Da wird dann auch das Thema der Spenden relevant, über das sich Kanie und Sachi gestritten haben. Im Grunde handelt es sich dabei ja um eine "normierte" Art und Weise, den Hohlraum zu verkleinern und sich anderen näher zu fühlen - ob die dahintersteckende Motivation nun ehrlich ist oder nicht.

    Asano hat Punpun dort real gezeichnet, vllt war Punpun sich in seinem Handeln ziemlich sicher ("Ich muss jetzt stark für Sachi sein"). Vllt hat Punpun aber auch keine Empathie bzw. nur eine Standard Empathie, die sich auf Floskeln stützt. Gerade diese sind es, die oftmals mehr verletzen, weil sie eine Hilfe/Unterstützung darstellen, aber in Wirklichkeit keine sind.
    Ich würde nicht sagen, dass Punpun nicht imstande ist, echte Empathie zu empfinden. Meiner Meinung nach ist Punpuns Problem, dass er nie über diese Floskeln hinauskommt. Wie du schon sagtest, womöglich hat er seine Hand in dem Moment nicht nur ausgestreckt, weil es „rein formell“ das Richtige wäre, sondern weil er Sachi tatsächlich trösten wollte. Aber indem er danach gleich so eingeschüchtert auf Sachis Ablehnung reagiert, lässt er es so aussehen, als hätte er es tatsächlich oberflächlich gemeint. Er zieht sich sofort zurück, ohne mal ein bisschen weiterzugehen. Die Angst vor Ablehnung/die Angst, andere zu verletzen lähmt ihn in dieser Hinsicht, am Ende ist die Ausgangssituation dieselbe mit dem Unterschied, dass sein Verhältnis zu Sachi allmählich schlechter wird.

    Während Sachi noch ihren Manga hat und Punpun so keinen richtigen Ausweg findet, gehen auch Seki und Shimizu getrennte Wege. Die beide trennen sich an der Linie Realismus VS Idealismus. Seki will nichts mehr mit dem realitätsfernen Shimizu zu tun haben bzw. er hat seine „Erzieherrolle“ satt. Shimizu sucht sich als Gruppe zur Überwindung der Dissonanz das Pegasus Ensemble. Witzigerweise scheint Mimura, Punpuns Kumpel, der immer etwas durchgeknallt wirkte, den „normalsten“ Weg einzuschlagen; er hat die normalsten Sorgen usw. Figuren wie er sind auch wichtig für den Manga, denn sie verhindern ein bisschen, dass die Story allzu angsty und „emo-mäßig“ wird (auch in dem Punkt hatte der Redakteur Recht).

    Punpun ist am Ende vollkommen durch und beschließt am Ende, fast schon wortwörtlich einen kompletten Neustart hinzulegen. Ganz ehrlich, diesmal war sein erneutes Verzweifeln fast schon facepalm-würdig. Kaum verliert er Sachi so ein bisschen, fehlt Punpuns Leben jegliche Zugkraft, er bekommt einfach nichts alleine auf die Reihe und bemitleidet sich dafür im Anschluss selbst - so langsam müsste er doch auch mal erkennen, in was für einem Teufelskreis er da steckt. Aber naja, er fängt also noch mal neu an. Fake it until you make it. An sich eigentlich eine gar nicht so schlechte Idee, er merkt ja selber, wie gut das funktioniert (auch wenn es auf lange Sicht wohl eher negative Auswirkungen hätte, aber so als Starthilfe…). Man sieht trotzdem schon einen ziemlichen Zynismus bei ihm durchscheinen, er geht (zumindest in seinen Gedanken) grober mit den Menschen um, nimmt weniger Rücksicht und beginnt somit, seine „dunkle Seite“ (den dunklen Fleck?) zu akzeptieren, mit dem er bisher so oft zu kämpfen hatte.

    Diesmal macht aber nicht die Verzweiflung, sondern Hoffnung einen Strich durch Punpuns Rechnung – in Form von Aiko. Oder wird ihre Gegenwart die Tendenzen, die er jetzt, so wie es scheint, entwickelt hat, noch verstärken?

    Der Band war wieder mal ganz interessant – nur beim Pegasus-Ensemble bin ich immer noch sehr skeptisch. Pegasus selbst labert einfach zu viel Bullshit und selbst wenn da eine Intention dahinterstecken mag, ist der Part des Mangas weiterhin nicht wirklich überzeugend.

  10. #50
    Band 9

    mir ist das schon letztes mal aufgefallen und dieses mal ist es wieder passiert, Punpun hat Suffering-fap-Momente, es ist so als würde ihn sein eigenes Leid total rattig machen.

    Aus den ersten Abschnitt mit den Editor könnte alles mögliche interpretieren, besonders auf Asanos Beziehung mit seinen eigenen Editor. Unter Umständen haben wir auch einen Editor den ganzen Cult-subplot zu verdanken, weil die first-world-problems eines Emo-kiddies so wie Punpun vllt. keinen Schwein interessieren.

    Der nächste Abschnit mit den Manager war echt hart und ich denke das ist so einer der wenigen Momente wo Punpun wirklich jemand anderen nachgetrauert hat, man bekommt viel von Punpuns Gedanken mit und es wirkt auch so als würde er sich über andere keine Gedanken machen aber manchmal gehen ihn manche Dinge schon verdammt nah, letzendlich versucht er vieles zu verdrängen oder einfach nicht darüber nachzudenken weswegen selbst seine Gedankenwelt äußert trügerisch sein kann. In den Moment wo Punpun Sachis Hand anfassen wollte, ich denke schon, dass ehrliche Absichten dahinter steckten, also aufrichtiges Mitgefühl nur kennt Sachi Punpun nunmal anders und sie hat das falsch aufgenommen.

    Was Sachi angeht, sie war wohl auch sauer auf sich selbst, ich denke irgendwo gibt sie sich selbst die Schuld und das hat der Manager auch gemerkt weswegen er wohl gesagt hat, dass keiner die Schuld trägt. Sie hat auch wieder Punpun angeschrien so wie letztes mal wo sie dannach erzählt hat, dass Punpun sie an ihren früheren Ich erinnert.

    Zitat Zitat von komarunda Beitrag anzeigen
    Punpun ist am Ende vollkommen durch und beschließt am Ende, fast schon wortwörtlich einen kompletten Neustart hinzulegen. Ganz ehrlich, diesmal war sein erneutes Verzweifeln fast schon facepalm-würdig. Kaum verliert er Sachi so ein bisschen, fehlt Punpuns Leben jegliche Zugkraft, er bekommt einfach nichts alleine auf die Reihe und bemitleidet sich dafür im Anschluss selbst - so langsam müsste er doch auch mal erkennen, in was für einem Teufelskreis er da steckt.
    naja, es heisst nicht um sonst Teufelskreis. Das ist auch wirklich so eine Sache von Selbstbemitleidenden Menschen wie Punpun zu erwarten, dass sie einfach Einsicht zeigen, aus ihren Fehlern lernen oder einfach aufhören sich selbst zu bemitleiden und anfangen nicht mehr traurig zu sein, man sollte meinen es geht ganz einfach aber für solche Menschen scheint es doch komplizierter zu sein oder auch nicht. Im Endeffekt ist es vllt. nur eine Phase und irgendwann wird man auch Erwachsen oder auch nicht und man schliesst sich einer Sekte oder einen Kult an. Punpun ist gerade erst 19 und er hat schon öfters Tiefpunkte erreicht und hat es so halbwegs rausgeschafft manchmal mit Hilfe und dieses mal war es wieder einen Tiefpunkt und er hat einen richtigen Schritt nach vorne gemacht, so halbwegs. Ich schätze er ist zumindest um die Erkenntnis schlauer, dass er einfach auch handeln kann statt passiv zu sein und sich über alles mögliche den Kopf zu zerbrechen.

    Das Gespräch mit den Editor hat schon iregendwie Punpuns Leiden sehr banal wirken lassen obwohl Punpun selbst schon ein paar richtige Tragödien durchstehen musste wie sein abwesender Vater oder seine tote Mutter aber seine Gedanken haben sich öfters um banalere Dinge gedreht. Punpuns Sichtweise auf seine eigene Probleme sind nunmal seinen Alter entsprechend und man sieht wirklich wie er einerseits versucht aus der Welt schlau zu werden und andererseits versucht all zu ernsten Themen und die tragischen Ereignisse in seinen Leben zu verdrängen aber irgendwo ziehen diese ihn doch runter. In gewisser Weise macht es sein karikatur-artiges Aussehen einfacher und manchmal auch schwerer Punpun zu verstehen, so ganz subtile Gestik und Mimik wo man besser einschätzen könnte wie Punpun manche Situationen wirklich wahrnimmt oder wie er wirklich empfindet, das alles geht verloren, dafür wird seine Enwicklung oder seine Phasen irgendwie deutlicher.

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