Seite 1 von 7 1 2 3 4 5 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 64
  1. #1

    Oyasumi Punpun

    Gute Nacht, Punpun - Oyasumi Punpun
    Mangaka Inio Asano
    Veröffentlichung: 15/03/2007 - 02/11/2013
    Bände & Kapitel: 13; 147
    Hauptgenre: Alltagsdrama,
    Coming of Age
    Beschreibung: Punpun ist Grundschüler und dementsprechend hat die Welt noch viel Neues für ihn zu bieten. Er nimmt die Entwicklungen hin und verbucht sie als Erfahrungen, die ihn dem Erwachsenendasein ein Stück näher bringen. (aS, gekürzt)


    Startdatum: 11.09.2016
    Lesetempo: 1 bzw. 2 Bände pro Woche.


    Hier ist der Thread zu Punpun von Inio Asano, dem Manga, den jeder eigentlich gelesen haben sollte und dem wir uns dank Project ASS nun annehmen werden. Selbstverständlich ist jedem gestattet, sich an Diskussionen, Meinungen oder Überlegungen zu beteiligen.

    An diejenigen, die sich beteiligen wollen (die alte 20th Century Boys-Truppe, "hust" da war ja noch etwas): Was meint ihr, ist ein Band pro Woche angemessen oder sollten wir das Lesetempo hier aufgrund der Anzahl der Bände erhöhen? Damit sich der Manga nicht wie Kaugummi zieht (13 Wochen sind eine lange Zeit), wäre ich eher für letzteres.

  2. #2
    ich schaffe höchstens 1 Band pro Woche, besonders wenn ich bei Akira noch mitlesen will.

  3. #3
    Also bei mir ist es vor allem eine Frage des Geldes.

  4. #4
    Wäre auch zunächst für einen Band pro Woche. Man könnte das Tempo aber dann ggf. via Rückmeldungen z. B. zur Hälfte der Serie erhöhen, denn ich bin da auch wie meyno kein Freund der langen Zeit.

  5. #5
    Das Problem wenn 2 oder mehrere Bände aufeinmal diskutiert werden ist, dass die Posts entweder zu lang/inhaltsvoll werden, so dass es anstrengend wird auf jeden Punkt einzugehen, oder die Posts sind dann zu kurz, so werden wichtige Details ausgelassen und dann geht eine Menge Diskussionsmaterial verloren.

    da ich wöchentliche/monatliche Manga verfolge, wäre es mir lieber ein Chapter alle paar Tage zu diskutieren, so kann man auf viele Details eingehen und weitaus mehr spekulieren aber das will ich ja keinen antun aber ich finde ab einen Band pro Woche wird es schon kritisch.

    Natürlich ist auch das Problem, dass man die Möglichkeit hat, alles aufeinmal lesen zu können wenn es zu spannend wird aber das ist halt so eine Sache was man den Vorrang gibt, den Manga schnell durchzuhaben oder darüber zu diskutieren und seine Eindrücke mit den Rest der Gruppe teilen.

  6. #6
    From Heavens Argumente überzeugen mich und da es wahrscheinlich keine großen Widerworte geben wird, setzen wir das Lesetempo auf einen Band pro Woche. Dann mache ich auch gleich mal den Anfang, denn ich habe den ersten Band regelrecht verschlungen.

    Oyasumi Punpun ist (bisher) eigenartig gewesen. Ich habe während der Lektüre öfters überlegt, ob ich ein ähnliches Werk kenne, aber der Manga gibt sich anders als viele andere mir bekannte. Nach dem ersten Band würde ich ihn als etwas eigentümlichen Coming-of-Age sehen, dem durch das Aussehen Punpuns ein Alleinstellungsmerkmal gegeben ist.
    Ich habe mich aber sofort gefragt, warum der Autor zu dieser künstlerischen Freiheit gegriffen hat.
    Einerseits könnte es durchaus als Gegensatz und Kontrast in der Hauptfigur gemeint sein, indem die sehr einfache Gezeichnetheit seiner selbst der charakterlichen Tiefe und den stetigen Erfahrungen, die Punpun sammelt, gegenübersteht. Andererseits ist es schlicht ungewöhnlicher und möglicherweise effektiver (das wird sich noch zeigen), sicher aber interessanter, die Gefühle und Gedanken Punpuns in seiner sich kaum ändernden Physiognomie (die "Mimik" wird schon ab und zu seinen jeweiligen Gefühlszuständen angepasst) und dem Verzicht auf jegliche wörtliche Rede! vonseiten Punpuns darzustellen.
    Einblicke in seine Gedankenwelt gab es ja schon einige und sei es die Liebe zu Aiko oder die erste Konfrontation mit seiner Sexualität, die Szenen sind meist surreal gezeichnet und vermitteln einem schön das Bild eines verwirrten und mit neuen Themen konfrontierten Kind/Jugendlichen.
    Womit ich beim nächsten kurzen Thema bin. Punpun und die Kinder aus seiner Klasse sehen wie Grundschüler aus. Wurde eigentlich gesagt, wie alt sie sind? Ich würde aufgrund Punpuns ersten Erfahrungen sagen, so zwischen 10 und 11, sie sehen aber schon sehr jung aus.
    Für Überlegungen sorgte bei mir auch diese ominöse Gottperson, die Punpun mehrmals anruft. Ich sehe darin eigentlich nur einen Ersatz einer Vaterfigur bzw. einem Vormund oder dergleichen, der ihm in schwierigen Situation mit Rat zur Seite stehen soll, dies aber, da er eben nur ein Produkt Punpuns Fantasie ist, eben nicht tun kann (und das alles in humoristischer Weise etwas verzerrt wird).
    Das Einzige, was mich wirklich gestört hat, war das teils sehr extreme Verhalten einiger erwachsener Figuren, wie z.B. des Lehrers, als er kurz dachte, dass Punpun seine Hausaufgaben nicht gemacht hätte oder des Direktors als er Verstecken spielte. Darauf kann ich mir (noch) keinen Reim machen, bin aber auf eure Gedanken gespannt.
    Ich bin, wie man merkt, neugierig, wie es weitergeht (sonst hätte ich auch nicht so viel geschrieben). Ich denke, Punpun wird bald mit dem Gefühl enttäuschter Liebe vertraut werden, denn Aiko scheint nicht besonders verliebt in ihn zu sein und zugleich ein ziemlich merkwürdiges Kind zu sein. Jedenfalls fand ich ihre Worte für ein Kind ziemlich krass, was wohl auf ihr Umfeld und ihre ihrerseits merkwürdige Mutter zurückzuführen ist. So oder so bin ich zuversichtlich. Die Handlung ist bisher spannend und abwechslungsreich, Punpun überzeugend und alles relativ neu und unverbraucht. Bloß der genannte negative Aspekt ist etwas, das ich zumindest noch nicht verstehe und das sehr hässliche Aussehen einiger Menschen, die von Inio Asano gezeichnet wurden, stößt mir ein wenig auf.

  7. #7
    Punpun Band 1(vierter Versuch)

    soweit war ich auch letztes mal gekommen, mal sehen wie lange ich dieses mal durchhalte, es ist aber auch eine Weile her, deswegen erinnere ich mich kaum an irgendwas.

    Zitat Zitat von meyno Beitrag anzeigen
    Das Einzige, was mich wirklich gestört hat, war das teils sehr extreme Verhalten einiger erwachsener Figuren, wie z.B. des Lehrers, als er kurz dachte, dass Punpun seine Hausaufgaben nicht gemacht hätte oder des Direktors als er Verstecken spielte. Darauf kann ich mir (noch) keinen Reim machen, bin aber auf eure Gedanken gespannt.
    ich greif das mal direkt auf für den Einstieg. Für mich ist es wirklich so als würden wir die Welt durch Punpuns Augen sehen. So wie Punpun die Welt wahrnimmt, so wird diese auch gezeigt, mit den ganzen Übertreibungen und Verzerrungen die sich nur ein Kind einfallen lassen würde, mit den Fokus auf bestimmte Dinge und noch mehr. Wir bekommen auch einen Einblick auf Punpuns Gedanken-welt, z.B. seine Vorstellung von der Alien-vagina. Es wird auch kommentiert was Punpun gerade denkt und da merkt man halt so richtig den Mangel an Wissen und Erfahrung eines Erwachsenen, Punpun sieht eigentlich ständig furchtbare Dinge aber er denkt nicht großartig drüber nach und hinterfragt auch nichts weil er einfach ein naives Kind ist. Wir sehen ja das alles, merken was auch passiert und erkennen das was Punpun nur wahrnimmt aber nicht versteht, bzw. nichtmal versucht zu verstehen.

    Also ich muss schon sagen, das hat der Autor ganz gut gemacht, also diese Sicht aus den Augen eines bestimmten naiven Kindes, nämlich Punpun und so wie er die Dinge wahrnimmt, so kann man auch auf seine Persönlichkeit schliessen. Einer der Sachen z.B. ist wie der Direktor der Schule und sein Assistent Verstecken spielen, was wahrscheinlich Punpuns Vorstellung davon ist, was diese beiden Erwachsene in ihre Freizeit machen. Dieser Manga geht aber über ein ganzes Stück seines Lebens, also mal sehen wie lange diese Punpun Vision noch so bleibt wie es jetzt ist.

    Man hat auch die Welt aus der Sicht zwei anderer Kinder gesehen, der eine mit den Poop-god, der offensichtlich ähnlich so naiv ist wie Punpun und die Welt entsprechend ähnlich wahrnimmt. Die Sicht des Kindes mit der Kappe fand ich aber viel wichtiger, er hat nämlich die Welt gesehen wie es ist, er sprach auch davon erwachsen zu werden, damit will ich nicht sagen, dass er Erwachsen ist, sondern er ist einfach nicht mehr naiv, er war sich der Lage seiner Familie durchaus bewusst und auch der Probleme seines arbeitslosen Vaters.

    Die Darstellung von Punpun und sich selbst als einfache Karikaturen... tja das ist schwer, ich nehme an Punpun mangelt es an Eigenwahrnehmung, also es interessiert ihn anscheinend nicht wie er selbst aussieht, vllt. nimmt er seine Familie auch so wahr, weil er sie für selbstverständlich hält, also ein Teil seines Lebens worüber er sich keine große Gedanken machen muss.

    Das mit den Porno/Mordgeständnis, ich hätte eigentlich sowas hier nicht erwartet, ich dachte es bleibt beim Familydrama aber anscheinend kommen schon überraschende Dinge auf uns zu.

  8. #8
    Punpun Band 2

    Ich spreche direkt das Ende an und komm dann zum rest zurück.

    Nuooooooo Punpun nein... ich hab mir schon gedacht, dass Punpun sich wahrscheinlich nicht zu einen normalen Menschen weiterentwickeln wird aber stalken..... ich meine es ist schon klar, dass er immernoch was für Aiko empfindet, immerhin sieht er sie jeden Tag aber das stalken ist dann doch etwas zu viel, besonders für ganze zwei Jahre.

    So jetzt zurück zum Anfang. Soweit hatte dieses Band ein paar großartige Coming-of-age Highlights. Es fing schon an mit Punpuns Traum als er bewusstlos war, da hat man auch ganz gut gesehen, dass Punpun doch realiziert was um ihn herum passiert, besonders in Bezug auf die kaputte Beziehung seiner Eltern. Später kommt einfach alles auf einmal, Harumi verlässt die Stadt, Punpun bricht sein Versprechen gegenüber Aiko woraufhin sie Schluss mit ihn macht und dann noch das letzte Gespräch mit Punpuns Vater. Es ist so als würde die Realität Punpun dazu zwingen diese wahrzunehmen um endlich "Erwachsen" zu werden. Punpun wusste, dass sein Vater ihn angelogen hatte und was es bedeutet, dass er jetzt den Nachnamen seiner Mutter einnimmt. Irgendwo ist Punpun sich schon über einiges bewusst aber entscheidet sich dann das alles zu ignorieren, so kommen seine Fantasie einen eher vor wie Realitätsflucht und weniger wie kindliche Naivität.
    Die Szene mit Punpun in der Sporthalle war dann ein großartiger Höhepunkt, ich hab mir auch das Lied dazu angehört und zufälligerweise auch dieses Video hier gefunden.



    Ich hab auch nochmal drüber nachgedacht, warum Punpun auf so cartoon-artige Weise dargestellt wird. mit einer eher realistischeren Darstellung hätten die ganzen Szenen in diesen Band wie richtiges Drama gewirkt wie aus einen Film, so wie es jetzt ist, wirkt Punpuns Trauer viel kindlicher und Punpun viel machtloser, er muss die Dinge so nehmen wie sie sind ohne irgendwas machen zu können.

    2 Jahre später und Punpun hat sich anscheinend kaum verändert, das hat nicht nur sein Onkel bestätigt, sondern das sieht man auch an Punpuns Verhalten gegenüber Aiko, er ist ihr früher auch immer nachgelaufen, das ist keine gute Entwicklung und irgendwie habe ich das Gefühl, dass Aiko weiss, dass Punpun sie ständig beobachtet.

  9. #9
    fange die Woche auch an. Lese dann gleich 2-3 Bände damit auf dem aktuellen Stand bin.

  10. #10
    Band 1

    Ein Junge, der an den Anfängen seiner Pubertät ist, fängt eben an diese durchzuleben. Dazu der erste ernst gemeinte Traum einer Zukunft als Wissenschaftler bzw. Sternenerforscher bzw. Gründer von Punpunia und die erste große Liebe in Form von Aiko, die auch gleich noch iwie "anders" ist. Aber was ist schon "anders", wenn man noch keine Erfahrungen diesbezüglich sammelte?
    Bis jetzt erscheint es mir als eine Story des langsamens Erwachsenwerdens. Ich mag Asanos Stil. Doch unterscheidet, sich falls ich mich nicht irre, sein Stil in diesem Werk zu seinen anderen in zwei Punkten: Natürlich die Vogelköper der Familie von Punpun und die tw. extreme Darstellung der Erwachsenen. Ersteres ist aber einfach das Normalste der Welt in diesem Manga. Frage mich ja, ob die Punpun auch als Vogel sehen oder als Mensch und nur wir als Leser einen Vogel sehen. Mit letzterem meine ich z. B. den Stil in denen Szenen, wie wenn der Schuldirektor und sein Stellvertreter Versteckenspielen (alleine das ist schon wieder grotesk) oder als Punpuns Onkel den Anwalt vorstellt. Generell habe ich das Gefühl, dass alle Erwachsenen diesem Element verfallen, wenn sie jetzt nicht iwie erotisch wirken sollen (wie z. B. die Krankenschwester, auf welche der Onkel einen Blick wirft). Aber man wird es ja sehen.
    Interessant sind auf jeden Fall einmal Gott, Aiko, Punpuns Art der Kommunikation und die Beziehung zu seiner Familie.
    Gott: Gott ist Gott, wenn er denn Bock hat. Bin gespannt, wie oft Punpun und Gott noch aufeinder treffen. Einer von Punpuns Freunden hat auch "seinen" Gott gesehen. Denke aber, dass nur Punpuns Gott iwie am Rande relevant sein wird.
    Aiko: Ich fand ihre Reaktion auf Punpuns Liebesgeständnis schon komisch, zumal es von ihr keinerlei Anzeichen gibt bzw. der Manga in seinen wenigen Chaptern gar keine Ansätze einer Beziehung entstehen lassen konnte. Sie scheint aber wohl keine Ahnung von der Liebe zu haben bzw. auch iwie in ihren möglichen frühen Gedankengänge über Liebe, Gott usw. familiär beeinflusst worden zu sein. Aiko ist schwer einzuschätzen. Vor allem aus einer kindlichen Sichtweise. Dazu noch dieses "Love 4 ever". Klingt ja iwie nach Yandere oder wie auch immer dieser Charakterzug heißt, bei der die Liebe ins Extremste geht.
    Punpuns Art der Kommunikation: Punpuns Redeanteil wird über einen Erzähler, der schon fast aus einem Buch nacherzählt, vermittelt. Ob Punpun überhaupt reden oder gar Laute von sich geben wird? Gestik und Mimik kennzeichnen bis jetzt den Strichvogel.
    Beziehung zu seinen Eltern: "Für Punpun ist der elterliche Streit zur Gewohnheit geworden". Die Beziehung zu seinem Vater, hinter der ich auch ein Fragezeichen setze, wird im Vgl. zu der zu einer Mutter etwas beleuchtet. Z. b. fragt sich Punpun wann sein Vater nach hause kommt und fühlt sich dementsprechend einsam. In der Szene, in der Punpun vom Nobelpreis träumt, will er dies erst Aiko und dann seinem Vater mitteilen. Punpun scheint seinen Vater sehr zu schätzen, obgleich man als Leser das Bild eines Alkoholikers, der arbeitslos und seine Frau ins Krankenhaus schlägt, bekommt. Ist Punpun vllt generell einfach etwas naiv? Vllt kennt Punpun aber auch schlichtweg nicht, was böse und was gut ist.

    ___________


    Finde den Aspekt, den -FH- anspricht, dass man den Manga wirklich aus Punpuns Sicht liest und der Erzähler dann ergänzt, recht interessant~

    Noch zu Punpuns Darstellung: Außen blass, aber innen eine Welt voller Gedanken / Fantasie. "Wieso ein Vogel?" lass ich mit "Wieso 42?" erstmal für mich stehen. Bin aber trotzdem sehr gespannt in diesem Punkt: Wird sich Punpuns Darstellung ändern, wenn Punpun reifer wird? Wird er kräftiger gezeichnet? Sehen wir am Ende gar einen Menschen?

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •