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  1. #31
    Ich habe gerade den mMn besten Film aller Zeiten gesehen: Love Exposure
    Kann ich bestätigen. Love Exposure ist der Superlativ, in allem.

  2. #32
    Also die einzigen asiatischen Filme, die ich kenne, sind die von Jackie Chan und Jet Li. Welche mich alle sehr persönlich ansprechen und ich durchaus sehr gut finde.
    Habe dann leider noch Filme wie "Ichi the Killer" oder "Tokyo Gore Police" im Petto, welche mich überhaupt nicht überzeugen konnte.

    Dieser Thread wird mir sehr helfen mein Horizont an Asiatischen Filmen zu erweitern. Und vielleicht entdecke ich hier ja den ein oder anderen Augenschmaus für mich!

  3. #33
    Love Exposure geht 2 Stunden zu lang. Obendrein ist er zuviel Mischmasch, Hauptsache von allem ein bisschen...da kann man einfach nicht alles gut finden. Von mir aus sind da Gesellschaftskritik, japanische Kultur en masse, Religions-Sekten-gedöhns, sexuelle Irrungen und Wirrungen jeglicher Art vorhanden. Das kann der Film auch ruhig drinhaben, abwechslungsreich war der Film, aber somit unterliegt er automatisch Schwankungen. Da werden nun einige laut aufschreien, weil sie sagen "woah 4 Stunden, die sind doch vergangen wie im Flug! Ich fand alles geigeigeigeil" Nein. Ich habe vor allem im Mittelteil einige Längen gespürt, der fiel deutlich vom tollen Start ab, aber das ist kein Wunder. Bisher hat mir das eigentlich auch jeder so bestätigt, der sich den Film getraut hat...denn für die meisten ist der Film eher nichts, weicht schon sehr vom gewöhnlichen Sehverhalten ab. Ich mochte den Film aber, er ist ein großes Feuerwerk, aber ich kanns schon verstehen, wenn es heißt: zu lange, zu abgedreht, zu wenig westlich.

    Ein guter Film, aber es gibt bessere asiatische Filme

  4. #34
    Rickshaw Man - Der Rikschamann

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    In diesem Klassiker aus dem Jahre 1958 sehen wir Toshiro Mifune, der uns in bester Erinnerung in seiner Rolle als Veterinär in Tora-san goes North verblieben ist. Und in Muho Matsu no issho sehen wir nun Toshiro Mifune himself als Tora-san!

    OK, nicht Tora, aber Matsu. Und Matsu erleidet ein nicht minderes Schicksal als Jahrzehnte später eben jener Tora-san. Als Rikscha-Fahrer genießt Matsu das bisschen Respekt und Würde, das ihm als ungebildeten Mann gerade noch entgegen gebracht wird. Dies ist allerdings zu wenig, als dass es ihm erlaubt würde, der Witwe eines hochrangigen Militärs näher zu kommen, selbst wenn diese es sich wünschen würde. Vergleiche mit Tora-san drängen sich im Nachhinein geradezu auf!

    Somit sehen wir hier eben jenen Handlungsfaden, den wir in den 48 Tora-san-Filmen immer wieder auf's Neue genossen haben. Diesmal also mit Toshiro Mifune als bedauernswerten Protagonisten. Wer Toshiro Mifune bereits in Rashomon oder den Sieben Samurai gesehen hat, sollte sich nun ausmalen können, was ihn hier erwartet. Ein bisschen Drama, ein bisschen Sentimentalität, ein bisschen Nostalgie. Alles zusammen kann niemals ein anspruchsvolles Meisterwerk hervorbringen. Dafür einen sympathischen Klassiker, den wir umso mehr geniessen können.

    Für mich die Entdeckung des Jahres.

    [Edit]
    Man soll es kaum glauben, aber der Film lief anscheinend seinerzeit in den deutschen Lichtspielhäusern! Beweisfoto oben eingefügt.


    PS:
    Meine Meinung zu dem zuvor diskutierten Love Exposure: Für mich ein Unikat, das alles richtig macht. Provokation, Pop-Kultur, Religion, Fanatismus, Liebe. Wenn man das alles zusammen fassen möchte dann ist Love Exposure genau das richtige Medium. Man kann hier genauso viel kritisieren, wie bewundern. Jegliche Diskussion ist also zum Scheitern verurteilt. Liebe es oder hasse es.
    Geändert von minoru (18.12.2012 um 19:37 Uhr)

  5. #35
    Harus Reise

    Nach dem Klassiker Rickshaw Man gab es nun ein Road Movie aus dem Jahre 2010. Die Rezensionen auf amazon hatten bereits Appetit geweckt, aber dann lief er auf Arte und schlummerte einige Wochen auf der Festplatte herum.

    Die junge Haru kann ihren Großvater nicht mehr versorgen und begibt sich mit ihm auf eine Reise von Hokkaido nach Tohoku, in der Hoffnung, dass er bei einem seiner Geschwister unterkommen kann.

    Sehr schönes Melodram, das allen empfohlen werden kann, die Filme wie Okuribito mögen.
    Geändert von minoru (10.04.2012 um 00:21 Uhr)

  6. #36
    Semishigure
    a.k.a The Samurai I loved
    a.k.a Der Samurai, den ich liebte

    Der vierte Film zu Yoji Yamadas Samurai-Trilogie. Moment! Wie vereinbart sich das mit den arithmetischen Grundregeln? Nun... Die drei Samurai-Filme, welche Yoji Yamada verfilmte, stammten allesamt aus der Feder von Shuhei Fujisawa. Ebenso wie auch Semishigure, welcher irgendwann mal auf Arte lief und natürlich nicht auf einer deutschsprachigen oder gar deutsch untertitelten DVD erhältlich ist. Wären wir in einem Anime, würden wir gerade den Protagonisten sagen hören "Stirb doch endlich, Deutschland".

    Wieder einmal frage ich mich, warum ich solange gewartet habe, ein so offentsichliches Juwel zu betrachten. Dasselbe Motiv, wie bereits in The Twilight Samurai, The Hidden Blade und Love and Honor: Ein Samurai im Gewissenskonflikt zwischen Liebe und Ehre, so wie es der Titel von Yamadas drittem Film vortrefflich beschreibt. Diesmal allerdings von Mitsou Kurotschuchi nicht minder eindrucksvoll umgesetzt. Ach ja: Massaker und Schwertkampfgemetzel gibt es auch. Also: unbedingt ansehen!

  7. #37
    220px-Rashomon_poster_2.jpg

    Rashomon


    Strömender Regen, aufgeweichte Erde, eine zerstörte Stadt. Jeder bestiehlt jeden, jeder lügt. Niemandem kann man mehr trauen. Ein apokalyptisches Szenario setzt den Rahmen für eine Kriminalgeschichte. Eine Leiche, 4 Tatzeuge, 4 verschiedene Zeugenaussagen.

    Mit diesem 1950 gedrehten Film wurden Meisterregiesseur Akira Kurosawa und Schauspieler Toshiro Mifune schlagartig berüht, gerade auch im Westen. Damals neuartige Filmtechnik, ein exzellentes Auge des Regiesseurs und das theatralische Spiel der Darsteller zeichnen dieses Werk aus. Die Schattenspiele im Wind können so nur schwarzweiß Fime kreieren. Es ist kein stilisiertes Bild einer Samurai-Zeit, im Zweikampf agieren die Kämpfer spontan, planlos, mit hysterischen Angriffen. Ein Stolperer, ein Ausrutscher auf Laub kann den Tod bedeuten.

    Man kann den Film auf die Frage nach einer "echten Objektivität/Wahrheit" hin interpretieren. Besonders tiefgründig würde ich ihn aber nicht nennen. Interessant wäre es Rashomon bezüglich seiner Entstehungszeit kurz nach dem Krieg zu deuten.



  8. #38
    Throne of Blood
    a.k.a. Das Schloss im Spinnwebwald

    Die obige Rezension zu Rashomon hat mich nun dazu bewegt, endlich mal diesen Klassiker anzusehen, zumal ich schon seit Wochen eine 5er-DVD-Box mit deutschen Untertiteln hier rumliegen habe. Leider fehlen an drei essentiellen Passagen die Untertitelungen (der beschriftete Pfahl zu Beginn und zwei Gesänge im Laufe des Films), das können anderer Releases besser. Dennoch ist die deutsche Version empfehlenswert, da man teilweise auf jeden Wort achten muss und jeden Satz richtig verstehen sollte, um die Handlung zu begreifen.

    Zur Handlung: Ein als Feldherr siegreicher Samurai erliegt den Verführungen der Macht. Das unausweichliche Ende bahnt sich bereits zu Beginn des Films an, welches man in Aufgrund der fehlenden Untertitel jedoch nicht so wahrnimmt, wie es wohl der Regisseur beabsichtigte.

    Jedenfalls ein in meiner Gunst hoch eingeschätzter Film von Kurosawa, so wie auch zuvor genannter Rashomon. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich Yojmbo abgebrochen habe und ich mich am Ende von The Hidden Fortress gefragt hatte, was das nun sollte...

    BTW: Interessant auch die martialische Pose von Toshiro Mifune auf den zuvor abgebildeten Postern zu Rashomon und Muho Matsu no Issho. Nur das er einmal das Schwert schwingt und das andere mal eine Trommel schlägt.

  9. #39
    Audition

    Nun, ich habe eine Bekanntschaft mit dem Werk von Miike gemacht. Beeindruckt hat mich das nur in einem Zeitabschnitt des Filmes. Das Beste an dem Film ist der Kontrast. Relativ ruhige, einschlafende Erzählweise mit ein Paar Höhenpunkten, wieder Pause und dann der Höhepunkt.

    6/10

  10. #40
    Narazu-mono

    Scan10018.jpg

    Nun, wer hätte ihn erkannt? Ken Takakura in einem Gangstermovie aus dem Jahre 1964! Eigentlich nicht die Art Film, die ich mir normalerweise ansehen würde, aber eine Falschlieferung bot halt die Gelegenheit. Ken Takakura spielt den Auftragskiller Nanjo, welcher in Hong Kong nach Erledigung eines Auftrags erfährt, dass er einen unbescholtenen Beamten getötet hat und sich daraufhin auf die Suche nach seinem Auftraggeber macht. Natürlich gibt es viele Leichen, bis er sein Ziel erreicht. Ein packendes Katz und Maus-Spiel in den Straßen von Hong Kong. Dieser Film scheint auch John Woo zu seinem Film "The Killer" (mit Chow Yun Fat) inspiriert zu haben. Kann also nicht schlecht sein.
    Geändert von minoru (21.05.2012 um 23:53 Uhr)

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