Insgesamt hat mir der Anime ganz gut gefallen. Ich fand die erste Hälfte dabei sehr gut (erinnerte mich stellenweise echt an Rakugo), während die zweite Hälfte dann etwas nachließ, aber immer noch gut war.
Ein Genre namens Bromance sollte sich wirklich etablieren. Bromance verarbeitet für mich das Thema der Freundschaft am besten. Die Romanze bzw. Konflikte durch diese fand ich ebenfalls gut. Hier geht's auch gut drunter und rüber. Da passt das slope Thema ganz gut rein. Dass die Serie Mitte der 60er spielte, fand ich auch ganz nett.
Einzig, dass Ritsuko Gefühle für Sentaro haben sollte, fand ich etwas fragwürdig. Allerdings ergibt es aus der Sicht von Kaoru schon Sinn. Ritsuko selber halt wohl einfach die kindliche Liebe als Liebe verstanden (weswegen sie Kaoru zunächst abblitzen ließ) bis sie dann iwann die wirkliche Liebe verspürte.
Die Jazz Musik fand ich nett. Das Verhältnis Jazz / Story fand ich auch gut gewählt. Die Jazz Sznen fühlten sich eig. nie als Lückenfiller an, sondern meistens einfach als Kommunikationsmittel.
Das Ende mit dem Zeitsprung war okay, zeigte aber einfach wieder das menschliche Kommunikationsproblem (Bzgl. des Kommunikationsproblemes gab es aber auch mehrmals "Schwachstellen," z. B. Sentaro, welcher einfach von seinem Vater weglaufen will oder Ritsuko, die nicht mal wirklich versucht ihre Gefühle mit 16 zu verstehen). Mir wäre aber lieber, dass Sentaro statt des Zeitsprungs einfach von sich aus zurück gekommen wäre und man dann einen Epilog sieht. Noch jedem Randcharakter eine kurze Sequenz zu geben, fand ich unpassend. Dazu halt der Touch, dass aus Ritsuko und Kaoru nicht wirklich was wurde. Habe zwar jetzt im Manga noch was nachgelesen, aber das hätte der Anime besser lösen können. Ebenso frage ich mich, ob es überhaupt dieses Drama mit dem Verkehrsunfall noch brauchte. Hat Beides eher nen faden Beigeschmack.
Familiäre Hintergrundgeschichten hätte man vllt mehr ausarbeiten können, vorallem dann wenn der Sentaros Vater wieder kommt. Kaoru hätte auch abermals seine Mutter besuchen können.
Das Charakterdesign störte mich nicht wirklich. Ich fand es eig. auch gut und die Charaktere wirkten dadurch auch realistisch. Nur wirken sie vllt etwas älter als sie eig. sind. Und ich hätte mir auch eine andere Seiyuu für Ritsuko gewünscht. Matsuokas Absicht mit der Rockband fand ich gut. Ich fand seine Darstellung aber zu Animetypisch in dieser Serie, die eig. die Gefühlswelt ihrer Protagonisten gut darstellte. Bei ihm wirkte das ganze dann leider eher wie ein Spiel, obwohl er einen Traum aus noblen Absichten verfolgte. Aber das ist schon Meckern im Detail. Der Anime wurde bei mir jetzt nicht durch diese Punkte schlechter.

Danke an Joo für die Empfehlung.